Bye Bye Österreich

Bye Bye Österreich

CHAOS IM KOPF

die letzten Wochen/Monate waren wirklich ganz schön turbulent, zumindest in unseren Köpfen und Gedanken, denn wir haben überlegt wie es für uns weitergehen soll. Zurück aus Thailand haben wir hier in Österreich einen recht schönen Sommer verbracht und auch unser zu Hause genossen. Das in Kombination mit der Schwangerschaft haben uns Zweifeln lassen, ob es wirklich richtig ist alles zu verkaufen und hier alles aufzugeben. Wir haben so viel zeit und Herzblut in das Haus gesteckt, 2 unserer Kinder sind hier geboren…Schnell kam uns die Idee, das wir unser Haus ja auch einfach zeitweise vermieten könnten und das erschien uns auch als die leichteste Variante, da so zumindest der Dachboden als Lager unserer Sachen hätte dienen können. Aber da waren eben auch all die Zweifel, was wenn das mit dem Vermieten nicht so klappt? Wer schaut mal nach dem Haus…gerade im Winter wegen der Heizung o.ä.? Was wenn wir doch nicht zurückwollen, dann hätten wir nur zum Ausräumen zurückkommen müssen… Da wir ja nur 180 Tage hier sein können (wegen Steuerpflicht und Schule usw) dann würden wir eigentlich lieber mal Zeit bei Freunden und Familie in Deutschland verbringen… Fürs Vermieten hätten wir jetzt auch noch einiges an Geld und Zeit ins Haus invenstieren müssen ( wir haben ein altes Haus gekauft und Eigenregie saniert, sind aber noch nicht fertig)

DIE ENTSCHEIDUNG

Nachdem wir nun also lange hin und her überlegt haben und alle Pros und Contras abgewägt haben steht für uns fest, wir werden doch verkaufen und spätestens Mitte November Österreich verlassen. Und was soll ich sagen, es tut unendlich gut eine Entscheidung getroffen zu haben. Dieses ewige Hin und Her hat uns irgendwie total gelähmt und ich bin ehrlich froh das wir wieder ins Tun kommen, wie man so schön sagt. Dies bedeutet natürlich auch, dass wir jetzt unheimlich viel zu tun haben, denn grob überschlagen bleiben uns nur noch 8 Wochen Zeit das alles zu stemmen und das ohne familiäre Hilfe und mit Job von Ralf. Aber die Aussicht, dass wir danach die Zeit bis März einfach nur frei haben werden und unseren Bauchzwerg und dessen Ankunft einfach nur geniesen können, bringen natürlich ordentlich Motivation mit sich.

WIE GENAU WOLLEN WIR DAS SCHAFFEN?

Der Plan ist, das wir unsere persönlichsten Sachen die wir behalten wollen (was am Ende wohl nicht mehr als 10-15 Kisten mit Fotos, Büchern, Unisachen sein werden) bei unseren Eltern einlagern werden. Alles was wir mitnehmen wollen kommt in die Koffer. Dann werden wir natürlich noch so viel wie möglich verkaufen und den Rest tatsächlich einfach von einer Firma räumen lassen. Alles alleine stemmen, schaffe ich schwanger im Moment einfach nicht, denn ich merke schon, das mein Körper hier klare Signale sendet. Am Wochenende haben wir schon mal den Dachboden leer geräumt und sage und schreibe 12 Umzugskisten aussortiert. Auch die Kinder waren direkt dabei und haben in ihren Zimmer auch schon mal sortiert, was weg kann und was sie behalten wollen. Die Sommersachen wandern jetzt schon mal in die Koffer und die Schränke leeren sich. Einen Großteil an Kleidung haben wir auch zur Kleiderspende gebracht und sie finden da hoffentlich neue Besitzer. Für Flohmärkte oder ähnliches fehlt mir einfach die Zeit und auch die Lust und von allen Sachen Fotos machen und auf Plattformen einstellen fehlt mir auch die Zeit und oft lohnt sich das ja auch nicht mal wirklich, oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

WO GEHT ES HIN?

Die spannende Frage ist jetzt noch wohin wir gehen werden. Aufgrund der Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt liegt unser Fokus ganz klar auf Süd-Vietnam. Erstens sind hier 6 Monate Visum kein Problem und erspart uns lästige Visa-Runs (wie wir sie bsp in Thailand und Indonesien machen müssten) und zweitens haben wir unser Herz da eh verloren und könnten uns gut vorstellen den Winter da zu verbringen. Doch wir überlegen auch noch eventuell mit ein paar anderen Familien zusammen einige Zeit zu verbringen, daher ist das mit Vietnam auch noch nicht ganz sicher und wir bleiben noch offen für Alternativen. Falls es eine/mehrere Reisefamilie(n) unter euch gibt, die eventuell Lust hätte uns zu begleiten oder ein paar Monate gemeinsam zu verbringen, meldet euch gern! Für den Ort sind wir wie gesagt noch offen.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Liebe Grüße

Sissy

 

18 Wochen schwanger mit unserem Wunder Nr. 7

Während ich die Überschrift schreibe, kann ich es selbst noch gar nicht richtig glauben, dass ich nun schon fast Halbzeit habe. Wer uns auf Instagram folgt, der weiß eh längst von unserem Nachwuchs. Alle anderen erfahren es jetzt auf diesem Wege 😀

Bisher ist es mir wirklich gut gegangen und bis auf die extreme Müdigkeit am Anfang hatte ich keinerlei Beschwerden, was den Alltag mit unseren 6 Kindern natürlich um Einiges einfacher macht und wofür ich auch unendlich dankbar bin. Diese erste Zeit ist immer wieder so besonders, wenn das kleine süße Geheimnis einfach noch nicht zu sehen ist. So langsam wird der Bauch aber rund und ohne ganz geschickte Kleidung kann man ihn kaum mehr verstecken. Nicht das ich das wollen würde, aber mit 6 Kindern an der Hand und einem Kugelbauch zieht man doch den ein oder anderen Blick auf sich und das ist manchmal doch etwas nervig;-) Die Großfamilienmamas unter euch werden wissen wovon ich spreche. Bekommt man Kind 1 oder 2 da ist die Freude und das Interesse oft groß, bei Kind Nr 7 erfährt man Freude dann eigentlich doch nur noch aus dem engsten Bekanntenkreis oder unter Gleichgesinnten. Ein Bauchbild habe ich noch für euch:

Aber die Hauptsache ist ja das WIR uns darüber freuen und  das tun wir wirklich. Sogar unsere kleine Elena spricht schon immer vom Baby im Bauch und das es dann Milch aus der Brust der trinken wird:D Ich finde das so süß. Der Große ist mittlerweile in einer Phase in der er das, was wir Eltern tun auch mal doof findet und so ist er auch derjenige der manchmal sagt, wir brauchen kein Baby mehr;-) Aber er ist dann trotzdem derjenige, der sich immerso liebevoll den Kleinsten widmet, das wir diese Aussage mehr oder wenig liebevoll überhören. Pupertät meets Baby wird uns wohl diesmal so richtig begegenen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch das meistern werden.

Zum Baby selber kann ich euch noch gar nicht viel erzählen, denn wir waren bisher noch bei keinem Arzt. Wir haben uns diesmal dafür entschieden die ärztliche Vorsorge nicht zu machen. Einen Ultraschalltermin haben wir nur für die 21.SSW geplant, einfach um einmal Sicherheit zu haben das am Baby alles dran ist. Uns war es dann doch wichtig, da unser Baby ja wieder im Kreise der Familie daheim auf die Welt die kommen soll. Ich bin froh das zig Telefonaten einen Arzt gefunden zu haben der nur einen US macht….die meisten Ärzte wollten entweder alles oder nix :/

Die App sagt, das Baby ist jetzt so groß wie eine Orange ca 14 cm und wiegt etwa 190gr. Ich tippe ja mal auf einen Jungen, aber auch hier ist Geduld gefragt, wir wollen es uns nämlich nicht sagen lassen was es wird. Diese Woche habe ich es auch das erste Mal gespürt und es war wieder so ein unbeschreibliches Gefühl, diese kleine sanfte Stupsen:D

Medizinische 3-D-Grafik eine Fötus frontal in SSW 18
Bild von Babycenter

 

Liebe Grüße

Sissy

 

 

Das Ende einer Stillbeziehung

Das Ende einer Stillbeziehung

Nach 27 Monate, das ist absoluter Rekord für mich, geht eine wundervolle Stillbeziehung zu Ende. Alle anderen Kinder haben sich selber zwischen 14-18 Monaten abgestillt, ganz ohne das ich dafür etwas gemacht hätte.

Das war diesmal anders…lange habe ich überlegt ob ich abstille oder nicht, Elena schien es so sehr zu brauchen, dass ich tatsächlich schon ein richtig schlechtes Gewissen hatte, weil ich mich mit dem Stillen überhaupt nicht mehr wohlfühlte. Für Elena war stillen einfach alles….kuscheln, Einschlafhilfe, Trost, Beschäftigung und bei wirklich jedem Unwohlsein oder etwas klappte nicht so wie sie wollte, musste die Brust her. IMMER und Überall und da sie dann schon immer ziemlich rapiad selbst an die Brust ging, war meine persönliche Grenze überschritten. Ich konnte und wollte einfach nicht mehr. Alle möglichen Versuche das durch etwas anderes zu ersetzen scheiterten kläglich.

Daher habe ich dann tatsächlich ganz aktiv die Brust verweigert. Durch Schwangerschaft ging meine Milch sowieso zurück und so war das viele Nuckeln wirklich schmerzhaft. Elena hat das tagsüber nach ein paar Tagen hart bleiben eigentlich schnell und gut akzeptiert. Ich habe ihr immer wieder gesagt, die Milch ist alle und ihr dann immer Ersatz angeboten…trinken, tragen, Buch ankucken…und mich auch so ganz intensiv ihr gewidmet, damit sie nicht das Gefühl hat auch Mama zu verlieren. Was uns unterwegs oft gute Dienste geleistet hat, waren die Quetschies. Damit beruhigte sie sich dann, wenn wirklich nichts anderes half. Aber auch das hat sich mittlerweile gelegt und jetzt wird smoothie aus dem Glas getrunken 😀

Nachdem das gut geklappt hat, habe es dann gewagt und bin ein Wochenende ohne Elena zu einem Freund gefahren und sie hat das super gemeistert. Ohne Weinen ist sie ganz friedlich eingeschlafen…da war ich dann wirklich erleichtert. Als ich dann zurück war, schafften ich es auch, dass sie bei mir ohne Brust einschlief. Die ersten Nächte habe ich sie immer eine Weile getragen, wenn sie wach wurde, das half ihr am Besten. Trinken wollte sie witzigerweise überhaupt nichts.

Nun sind wir 3 Wochen stillfrei und ab und an fragt sie noch nach dem Stillen, aber sie lässt sich ganz toll anders trösten und ich glaube das wir das ganz gut gemeistert haben. Ich bin jedenfalls wieder viel entspannter, denn am Ende war ich wirklich sehr genervt davon, was am Ende sicher auch daran liegt, dass ich durch die Schwangerschaft schon ziemlich fertig war.

Seit wir nicht mehr stillen, schläft Elena auch viel besser, viele Nächte sogar ganz ohne Unterbrechung und das ist nach 5-6 mal wach werden wirklich ein großer Segen für mich und am Ende für uns alle. Ein bisschen wehmütig bin ich dennoch, mit früh uns abends weiterstillen hätte ich kein Problem gehabt, aber das sie nur noch 2x darf, hat sie gar nicht verstanden.

Liebe Grüße

Sissy

Kinderwunsch in der Großfamilie

Kinderwunsch in der Großfamilie

Nur einmal noch diese spannende Zeit erleben, ob die Temperaturkurve am Ende des Zyklus in Hochlage bleibt und dennoch zur Sicherheit die 2 Striche auf dem Test sehen wollen.  Nur einmal noch 9 Monate ein kleines großen Glück unter dem Herzen tragen und ihm beim wachsen zusehen. Die ersten Tritte spüren, die die Schwangerschaft erst so richtig real machen. Nur einmal noch so viel Vorfreude  und Spannung erleben, was es denn wird und wie das kleine Wunder wohl aussehen wird. Nur einmal noch den Zauber erleben, einem neuen Menschlein das Leben zu schenken und diesen wundervollen ersten Moment genießen. Die Freude und das Staunen in den Gesichtern der Geschwister sehen. Nur einmal noch all die wundervollen ersten Male erleben und liebevoll begleiten.

Zugegeben, „Nur einmal noch….“ habe ich bereits nach dem 3. Kind gesagt, aber dennoch haben wir mittlerweile 6 wundervolle Kinder. Nachdem unsere kleinste Maus nun schon 25 Monate ist, schleicht sich so langsam noch einmal der Wunsch nach einem kleinen Tragling in mein Herz. Wenn ich eine Schwangere sehe, dann denke ich mittlerweile wieder, hach ich würde auch gern noch mal. Auch beim ausräumen des Hauses wurde mir so richtig bewusst, dass ich mich noch nicht vom Kinderkriegen verabschieden kann. Nun werden die kleinen Babystoffwindeln also nicht die Reise zu einem neuen Baby antreten, sondern in einer Kiste auf ihren erneuten Einsatz warten.

Einige halten uns wahrscheinlich für ein wenig verrückt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man einmal den „normalen“ Weg verlässt, auch ein weiteres Kind für nicht mehr viel Empörung sorgt. Zumindest wird einem das dann nicht mehr ins Gesicht gesagt;-). Aber auch wenn es heißt, ein weiteres Kind läuft dann schon noch mit, sind da natürlich trotzdem Zweifel meinerseits vorhanden ob dieser Wunsch nach einem weiteren Kind nicht vielleicht egoistisch ist? Hört dieser Kinderwunsch irgendwann einmal auf? Da ich auf facebook in einigen Großfamiliengruppen lese und schreibe, geht es immer mal wieder um diese 2 Fragen. Eine Antwort darauf zu finden ist gar nicht so leicht. Den „Vorwurf“ man habe Angst vor dem was nach dem Kinderkriegen kommt, kann ich für mich definitv mit NEIN beantworten. Ob es egoistisch ist, kann ich ehrlich gar nicht sagen, ist das Kindebekommen nicht immer auch irgendwie egoistisch? Würde man ohne ein wenig Egoismus überhaupt Kinder bekommen? Für mich wäre es erst dann negativ egoistisch, wenn ich ein weiteres Kind in die Welt setze, obwohl ich einfach nervlich, finanziell, räumlich usw eigentlich gar nicht in der Lage dazu bin ein weiteres Kind gut zu versorgen. Oder wie seht ihr das?

Natürlich beschäftigen mich in dem Zusammenhang auch Fragen ob ich wirklich noch einem Kind gerecht werden kann. Immerhin werde ich auch weiterhin immer mal wieder eine Zeit mit allen Kindern allein sein. Und das man in der Schwangerschaft bzw dann mit Baby für die anderen Kindern erstmal weniger da sein kann, ist ja auch nicht wegzureden. Finanzielle Gedanken müssen wir uns zum Glück keine machen, etwas das ich persönlich auch immer wichtig finde. Das wichtigste: Liebe, Geduld und die Freude am eigenen Leben ist auf jeden Fall noch genug vorhanden. Auch unsere Kinder stehen einem neuem Familienmitglied offen gegenüber und würden sich darüber freuen. Und wie sie hier als Geschwister funktionieren und auch Elena immer wieder so wunderbar integrieren und an allem teilhaben lassen, zeigen mir, dass es auch mit noch einem weiteren Baby funktionieren kann.

Ein großer Vorteil ist natürlich auch, dass wir enorm von unserer Erfahrung profitieren können. In 13 Jahren Elternsein haben wir natürlich jede Menge gelernt und so fiel es uns natürlich von Kind zu Kind leichter die Bedürfnisse der Kleinen zu erfüllen und auch gelassen durch schwierige Phasen zu  gehen. Auch unser freies Leben ermöglicht uns natürlich ganz anders mit all den vielen Bedürfnissen umzugehen. Das sind jetzt einfach mal meine ganz persönlichen Gedanken zum Thema und wie ihr wahrscheinlich rauslest, spricht ganz viel dafür, dass es hier irgendwann noch einmal ein Baby geben wird<3

 

Liebe Grüße

Sissy

 

 

 

 

Kein richtiges Leben?

Kein richtiges Leben?

Vor einiger Zeit las ich unter einen meiner Posts einen Satz, der mir irgendwie nicht aus dem Kopf geht und über den ich ziemlich viel nachgedacht habe. Und zwar ging es darum, dass unser Leben kein richtiges Leben ist und am Ende vielleicht sogar eine Flucht….Ich kann das allerdings absolut nicht bestätigen, denn wir erleben und lernen so viele Sachen, von denen ich der Meinung bin, dass sie unsere Kinder viel besser auf eine Leben vorbereiten, als dass es die Schule leisten kann. Daher möchte ich heute ein paar Gedanken zu unserem Alltag und zum Thema Leben auf Reisen teilen.

DAS LEBEN AUF REISEN

fordert uns jeden Tag heraus, uns als Eltern, die Kinder und auch uns als Familie. Das Leben auf Reisen ist kein Urlaub wie wir es aus den 2-3 Wochen Urlaub im Jahr kennen, der eine absolute Ausnahme zu dem darstellt, was den sonstigen Alltag ausmacht. Auch auf Reisen etabliert sich natürlich ein Alltag, kein so strenger und unflexibler wie in Österreich, aber ein wenig Struktur entsteht meistens ganz von selber. Wir versuchen auch hier, lokal einzukaufen und vermeiden große Supermärkte. Die nutzen wir derzeit nur für 2-3 Lebensmittel, die wir sonst wirklich nicht bekommen können (Haferflocken, Datteln und Nüsse). Auch Yoga hat hier einen festen Platz bekommen, was mich ganz besonders freut. Paolo und Giuliana begleiten mich immer dazu und ich freu mich jedes Mal das sie das jetzt nochmal mehr für sich entdeckt haben. Wenn man sich für ein Reiseleben entscheidet, entscheidet man sich für ein Leben mit den Kindern und zwar 24h 7 Tage die Woche. Das heißt auch, dass man persönliche Freizeit nochmal mehr zurückstellt. Zu Hause hat mich sich alles so eingerichtet, dass die Kinder einfach auch mal gut einige Zeit allein spielen und werkeln können und man mal etwas Zeit für sich hat, das ist auf Reisen oft nicht so, da muss man einfach viel mehr ein Auge auf sie haben und natürlich gestaltet man auch viel mehr einen Rahmen in dem die Kinder spielen und lernen können, weil man hier natürlich viel weniger Spielsachen und Lernmaterialen hat.  Durch diese Nähe zu den Kindern vertieft man aber nochmal seine Beziehungen zu den Kindern. Stärken und Schwächen (wenn man das jetzt bei Kindern so nennen will), zeigen sich auch auf Reisen nochmal ganz anders und man bekommt viele neue Impulse in denen die Kinder einfach Begleitung und Unterstützung brauchen. Toll ist auf jeden Fall, dass man quasi dabei zusehen kann, wie auch die Kinder daran wachsen. Wie sie immer mutiger werden und auch so langsam anfangen sich für Sprachen zu interessieren. Hier müssen wir nur noch einen guten Weg des Lernens finden. Bisher nutzen wir dazu ein paar Apps und versuchen viele Wörter einfach im Alltag zu lernen. Was uns wirklich fehlt, sind einfach so Sachen wie die Musikschule oder die Sportvereine der Kinder. Das war immer etwas Schönes und Tolles und der einzige Wehmutstropfen.

Zeit für Ausflüge zu haben und die Natür und die verschiedenen Vegetationszonen hautnah erleben anstatt nur im Buch zu betrachten.

WAS IST DAS WIRKLICHE LEBEN?

Diese Definition ist natürlich entscheidend und darauf muss auch jeder seine eigene Antwort finden. Wir haben unsere ganz eigene gefunden : Ein Leben das zu 80% fremdbestimmt ist, in dem beide Eltern von 8-17:00 arbeiten und die Kinder so lange fremdbetreut sind (oder in unserem Fall – der Papa immer sehr viel weg war) – empfanden wir weniger als richtiges Leben, als unser Leben jetzt. Wir können uns jetzt etwas Eigenes schaffen, ein Leben das uns entspricht und durch das Reisen lernen wir so viele neue Dinge und Möglichkeiten kennen. Es gibt uns die Chance auszuprobieren wo und was und gefällt, was uns gut tut und was eben nicht. Wir lernen verschiedene Kulturen kennen und können durch unsere längeren Aufenthalte auch immer teilweise an der Kultur teilhaben bzw sie hautnah erfahren und diese Erfahrungen sind für uns so viel mehr wert als ein Buch zum Thema zu lesen. Wir übernehmen jetzt viel mehr Verantwortung für unsere Kinder, da wir die Bildung und Betreuung nicht einfach an jemanden anders abgeben, sondern einfach selber dafür sorgen. Und wenn das kein richtiges Leben ist, weiß ich auch nicht…Wir leben auch nicht mehr zwischen irgendwelchen Terminen oder in Vorfreue auf das Wochenende oder den Urlaub, indem man sich vornimmt mal abzuschalten, aber dann doch wieder liegengebliebene Sachen abarbeiten muss. Wir leben einfach JETZT und HEUTE und gestalten genau das, was für uns so vieles verändert hat. Wir haben einfach viel mehr Zeit für alles und dafür den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Viele Dinge die wir sonst aufschieben mussten, können wir einfach direkt angehen. Wir haben oft keinen Plan und folgen einfach unserer inneren Stimme und das beschwert uns oft wundervolle Momente und Begegnungen. Klar ist für uns auch geworden, das ein Dauerreiseleben nicht in Frage kommt und wir uns eine Homebase suchen werden von der aus man immer mal wieder eine längere Reise unternimmt.

Jeden Moment geniesen können – auch dass erleben wir ganz intensiv, ohne Termin- und ohne Zeitdruck

 

FLUCHT?

Zum Thema Flucht habe ich ehrlich gesagt lange überlegt und  ich kann ehrlich sagen, JA wir sind auf der Suche nach einem Weg der freien Bildung geflohen vor dem Schulzwang bzw dem Lehrplan. Durch die Tatsache, dass freie Bildung in Deutschland und Österreich so nicht machbar sind, haben wir uns überhaupt mit dem Thema Reisen auseinandergesetzt und sehen es als spannende Herausforderung, die uns jede Menge beibringt. Das ist allerdings schon das Einzige was man als Flucht bezeichnen kann, denn alle anderen Themen die in der Familie ein Problem darstellen, oder die auch nur einen einzelnen betreffen, vor denen kann man nicht fliehen. Ganz im Gegenteil, hier kommen sie doppelt und dreifach zum Vorschein und man ist nochmal mehr damit konfrontiert Dinge aufzuarbeiten und an sich selber zu arbeiten oder auch zu merken was so richtig gut und stimmig läuft und was man einfach weiter ausbauen möchte. Wir haben für uns auf jeden Fall gemerkt, dass wir als Familie ziemlich gut harmonieren und finden immer mehr zu uns. In jedem Fall ist diese Flucht nicht einfach eine Flucht – sondern die Möglichkeit für mehr Selbstbestimmung und auch mehr Eigenverantwortung.

Zusammen Dinge erleben und die Welt erkunden. Manchmal nicht leicht mit so vielen verschiedenen Charaktären, aber doch immer wieder so bereischernd

 

Liebe Grüße

Sissy

Unsere ersten Tage in Thailand

Unsere ersten Tage in Thailand

Nachdem wir die erste Nacht tief schlafend verbracht haben, geht es am nächsten Tag auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Wir buchen nämlich immer nur für 2-3 Tage und suchen dann vor Ort etwas, weil das viel günstiger ist. Da die Gemeinsam-Freileben schon 2 Tage vor uns angekommen sind, konnten sie sich schon mal bei Locals und anderen Touristen erkundigen. So lässt sich immer eine recht günstige Bleibe finden. Auch ein Roller ist immer schnell zu finden und wurde uns sogar bis zum Resort gebracht:D

Wir haben uns dann recht schnell in ein wirklich tolles Haus verliebt. Unser YOGA-Haus:D Wir nennen es so, weil die Besitzerin hier auch Yogastunden gibt und sich im Garten ein kleiner Yoga-Pavillon befindet. Der Pool war auch klasse, so dass wir uns den Luxus dann einfach gegönnt haben. Da wir 8 Wochen hier bleiben, konnten wie einen günstigeren Preis bekommen und zahlen pro Familie 800€ pro Monat inklusive der Nebenkosten. Das ist für Thailand recht teuer, aber das es hier noch wenig touristisch ist, ist die Konkurrenz nicht wirklich groß und das Haus hat allen super gut gefallen.Falls ihr mal nach Sam Roi Yot kommen wollt schaut es euch einfach einmal an Baan Aroka

Hier angekommen haben wir uns dann noch mit ordentlich Obst vom Markt versorgt und unsere Männer auf einen Großeinkauf geschickt. Nüsse, Haferflocken, Rosinen und ein paar Sachen, die man so am Markt einfach nicht bekommt. Auch das Trinkwasser muss gekauft werden und davon brauchen wir natürlich einiges. So frühstücken wir immer im Haus und dann gehen wir Mittags oder Abends essen und kochen das andere Mal. Ansonsten heißt es erstmal sich kennenlernen, denn die Gemeinsamfreileben – Familie kennen wir bisher nur vom Schreiben und Telefonieren. Aber wir Eltern und auch die Kinder verstehen sich weiterhin gut und die meiste Zeit des Tages sind alle im Pool und auch der Strand wird jeden Tag besucht. Aber der wird meistens nur zum Buddeln und beobachten der Strandbewohner genutzt. Baden tun die Kinder lieber im Pool.

Unter der Woche sind die Kinder hier bis zum späten Nachmittag in der Schule und so treffen wir eher selten andere Kinder, doch einen Freund in unserem Stammrestaurant gibt es.  Witzigerweise spielt immer nur Luca mit ihm und die 2 sehen sich und sind dann sofort im Spiel. Da braucht es keine Worte und ich bin immer wieder sprachlos wie schnell und einfach das gehen kann. Auffällig ist für uns, das die Thais hier viel zurückhaltenden sind als die Vietnamesen. Wurden wir da überall freundlich begrüßt und angesprochen, ist das hier überhaupt nicht so. Dennoch sind sie natürlich freundlich und hilfsbereit. Wir sind gespannt, was uns noch alles erwarten wird.

Liebe Grüße

Sissy

Unsere Reise nach Thailand

Unsere Reise nach Thailand

begann leider ganz anders als erwartet. Alle waren irgendwie krank und mich hatte es dann zuletzt auch noch erwischt. Mit Fieber und kurz vorm Nervenzusammenbruch habe ich dann noch irgendwie unsere Koffer fertig gepackt und bis auf mein Thermometer auch nix vergessen. Ich war kurz davor alles hinzuschmeisen und den Flug zu känzeln. Dumm nur, dass wir die 400€ für die Reiserücktrittsversicherung  gespart haben, so blieb nur noch die Variante „Augen zu und durch“.

Am 03.01. in es dann um 5:00 aus den Federn-leider nach einer fast schlaflosen Nacht, denn Leni  wird immernoch sehr oft wach nachts. Zum Frühstück haben wir uns nur einen leckeren Smoothie gemacht und für die Fahrt nach München noch ein wenig Proviant eingepackt. Über Nacht war das ganze Angetaute draußen gefroren und es war so glatt, dass wir große Mühe hatten die Koffer ins Auto zu bekommen. Auch dir Kinder sind dann eher schlitternd und nur mit großer Vorsicht ins Auto gekommen. Aber dann konnte es mit 15min Verspätung losgehen. Diesmal fahren wir selber und parken unser Auto bei einem Parkservice am Flughafen München, was uns über 100€ günstiger kommt als der Transfer.

Auf die Minute pünktlich kommen wir dort an und sind in 5 min am Flughafen. Schnell sind wir eingecheckt und haben noch eine halbe Stunde bis zum Boarding, die wir tatsächlich alle ziemlich geschafft auf einer Bank verbringen und die vorbeigehenden Leute und Flugzeuge beobachten. Große Freude dann, als die Kinder sehen das wir mit einem „Doppeldecker“ fliegen, dem Airbus A380. Leider dürfen wir nur unten sitzen, aber hey, diesmal funktionieren alle Entertainmentsysteme und alle sind glücklich.Pünktlich um 9:10 starten wir richtung Dubai. Ich bin mit Vomex versorgt und hoffe das die Kinder gut beschäftigt sind und ich mich ein wenig ausruhen kann. Leider habe ich die Rechnung ohne meine kleine Prinzessin gemacht, die nicht eine Sekunde von mir weichen will. Immer wieder Fieberschübe und fehlender Schlaf machen mir echt zu schaffen. Irgendwie gehen die ersten 6h Flug aber dennoch gut vorrüber und wir landen in Dubai zwischen und ich bin einfach nur erledigt.

Die Kinder spielen Uno und verputzen unsere letzten Reserven. Auch diese 3h gehen eigentlich ganz gut vorrüber, dennoch wünsche ich mich einfach nur nach Hause in mein Bett. Cool ist aber das wir mit der einer Art U-Bahn zum Terminal fahren, das finden die Kinder super. Ich werfe noch Vomex nach und auf zum Anschlussflug nach Bankok, wieder mit dem Airbus und wieder 6h. Zu unserer großen Enttäuschung sind unsere Sitzplätze diesmal nicht zusammen. Eine nette Flugbegleiterin tut ihr Bestes um uns anders zu setzen, aber am Ende waren wir noch unpassender verteilt wie vorher. Aber gut, hilft dann auch nix mehr.

Elena stillt die ganze Zeit und ich kann mich kaum rühren, weil sie dann sofort böse mit mir wird. Ich kann sie teilweise echt kaum noch halten und bin ehrlich richtig fertig und hoffe nur noch das wir endlich ankommen. Die 3 h Taxifahrt die noch folgen wird, verdränge ich derweil noch erfolgreich. Zum Glück schläft Elena dann irgendwann ein und ich schaffe es sogar einen Film zu kucken. Alle anderen machen das auch und mit dem Ganze Essen und Trinken im Flugzeug und den kleinen Geschenken von emirates  ist der Flug für die Kinder angenehm und die Kinder sind die ganze Zeit gut zufrieden. Fast alle schlafen am Ende sogar eine ganze Weile. Endlich angekommen sind wir dann 8:20 Ortszeit in BKK und ich lege mich erstmal auf eine Bank – total erledigt. Ralf besorgt derweil Geld und unser Gepäck und auch die Kinder sitzen ziemlich erschöpft neben mit – bei uns wäre es jetzt ja 2:00 nachts. Erst nach fast 2h verlassen wir den Flughafen und besorgen uns ein Taxi Richtung Sam Roi Yot. Dort fallen mir dann die Augen zu, mit Elena im Tragetuch klappt das Schlafen dort ganz gut. Auch die Kinder schlafen hier und so bekommen wir von der Fahrt gar nicht wirklich viel mit. Unser Taxifahrer ist eine ziemlich überfordert und so müssen wir ihm für das letzte Stück unser Navi geben, damit wir den Weg finden. Irgendwann gegen 14:30 kommen wir endlich in unserem Resort an, wo die Ottos schon ganz gespannt kucken und uns erwarten. Puhhh endlich geschafft. Koffer ins Bungalow bringen und dann gehts erstmal ins Pool:

Irgendwie halten wir den Tag noch ganz gut durch und es ist ein entspannter und ruhiger Nachmittag. Mit der Gemeinsamfreileben – Familie verstehen wir uns auf Anhieb gut und wir planen auch direkt die nächsten Schritte und Tage. Roller, Haus zum mieten finden, einkaufen, essen besorgen…. Aber davon dann im nächsten Artikel mehr, denn an diesem Abend fallen wir nur noch todmüde ins Bett 😀

Liebe Grüße

Sissy

 

Noch 3 Tage bis Thailand

Noch 3 Tage bis Thailand

Der Flug ist nun endlich gebucht, das Visum in München geholt, welches zu unserer großen Freude sogar kostenlos war und so langsam aber sicher sind wir am packen. Im Winter ist das Packen für einen Sommerurlaub toll, denn man packt die Dinge ein, die man ohnehin nicht in Gebrauch hat. Für Elena konnte ich sogar noch 2 Kleidchen nähen, was mich sehr gefreut hat. Schon ewig habe ich nicht mehr an der Maschine gesessen und es ging dennoch flott von der Hand.

Wir sind schon ganz aufgeregt und freuen uns auf die gemeinsamfreileben-Familie mit denen wir die nächsten 8 Wochen verbringen wollen. Ganz schön anstrengend war sie, die Suche nach einem gemeinsamen Ziel, denn jetzt zur Hauptsaison war es gar nicht leicht etwas nettes zu finden, was nicht von Touristen überlaufen ist. Jetzt hoffen wir natürlich sehr, dass wir vor Ort dann auch eine schöne Unterkunft finden, für die ersten 3 Tage ist und das nun zumindest gelungen. Endlich wieder reife Südfrüchte, Sonne und Strand, Roller Fahren, das Rauschen des Meeres und darauf die Seelen baumeln lassen. Entschieden haben wir uns für Sam Roi Yot, welches einen tollen Strand und einen ganz tollen Nationalpark haben soll. Heute haben wir schonmal die Reisetagebücher fertig gemacht und die Kinder haben sich mit Altlas und Google auf die Suche nach Informationen gemacht. Leider sind der Papa und Paolo ziemlich angeschlagen, aber ich hoffe bis Freitag sind sie wieder fit.

Bild von Holidaycheck.de

Gepackt wird wieder so minimalistisch wie möglich, das hat sich auf unserer letzten Reise als völlig ausreichend herausgestellt. Normale Handtücher haben wir noch gegen diese praktischen Microfaserteile getauscht, was nochmal ordentlich Platz geschaffen hat. Dafür werden wir diesmal etwas mehr Beschäftigungsmaterial für die Kinder mitnehmen, da wir diesmal die ganze Zeit an einem Ort bleiben wollen, brauchen wir davon glaube ich etwas mehr. Unsere Reiseapotheke ist auch wieder aufgefüllt (vor allem mit Reisetabletten 😉 ) und nun müssen nur noch ein paar Ebooks besorgt werden und die mp3- Player mit neuem Material bestückt werden, aber dazu haben wir ja noch morgen und übermorgen Zeit. Da kommen hoffentlich auch noch dei Flipflops von Jako-o für die Kinder, die eigentlich am 30.01. geliefert werden sollten. Drückt uns mal die Daumen!

Ansonsten sind wir total gelassen, wir fliegen diesmal 2x 6 Stunden und dazwischen 3h Pause, was für mich ideal ist. Wir werden am 04.02. morgens in Bankok landen und dann weiter mit dem Taxi südlich nach Sam Roi Yot. Da unsere Kinder das schon in Vietnam super mitgemacht haben, sind wir auch diesmal guter Dinge, dass es auch diesmal gut funktionieren wird.

 

Liebe Grüße

Sissy

Hallo 2017

Hallo 2017

Lange war es still hier auf dem Blog. Wer uns auf Instagram folgt, weiß vielleicht das ich seit fast 5 Monaten quasi alleinerziehend bin und das erfordert ALLES von mir. Da ich hier absolut keine Hilfe habe, musste ich mir unsere Tage natürlich ziemlich gut einteilen und habe die freien Minuten dann auch wirklich für mich genutzt. Eine schöne Tasse Tee, ein paar Runden stricken oder auch einfach mal wieder lesen. Auch Yoga ist mir dabei zu einem guten Freund geworden auch wenn es mit 2-3 Kindern auf der Matte oft eine Herausforderung war, hilft es mir total. Elena ist jetzt auch schon ein kleiner Yoga-Profi, sie liebt es diese Übungen nachzumachen. Auch wenn sie im Alltag eine ganz entspannte kleine Maus ist, so ist das Schlafen eine Katastrophe. Sie geht realativ spät ins Bett, wird nachts oft wach und braucht auch so ziemlich wenig Schlaf, was mein Schlafdefizit wahrscheinlich erklärt und auch das ich dann oft wahrlich einfach nur zu müde zum Bloggen bin. Als meine Mutti mich fragte was ich mir zu Weihnachten wünsche, viel mir tatsächlich nix anderes ein als SCHLAFEN.

Weihnachten haben wir in diesem Jahr mal etwas anders verbracht als gewöhnlich (hierzu gibt es im Übrigen einen Gastartikel von uns bei einer lieben Freundin, schaut ruhig mal rein). Meine Mutti war mit ihrem Mann hier und wir hatten ein ganz tolles und ruhiges Weihnachten – ganz nach meinem Geschmack. Wir haben zusammen gekocht, gelacht, gespielt, waren spazieren und haben natürlich auch Geschenke ausgepackt. Die Kinder haben sich alle gefreut. Vor allem das neue Siedler und die Schnitzausrüstung fanden sie toll und so werden die Waldspaziergänge gleich wieder um einiges spannender.

Ins neue Jahr sind wir schlafend gestartet und es gibt für mich auch keine guten Vorsätze, dazu habe ich noch nie einen Jahreswechsel gebraucht.  Ein paar Pläne gibt es natürlich dennoch. Sicher ist, wir werden unser Haus verkaufen. Ende Januar werden wir mit einer lieben Familie zusammen reisen und vielleicht entsteht daraus ja sogar eine Art gemeinsames Wohnprojekt. Das wäre auf jeden Fall ein großer Traum oder Wunsch, denn als Freilernerfamilie wäre es wirklich schön auch mal ein paar andere Impulse zu bekommen und ein paar Freundschaften aufbauen zu können. Gemeinsam machen die Dinge oft viel mehr Spaß als allein. Etwas das in den letzten Jahren zwischen Kinder kriegen, studieren und Haus sanieren bei mir völlig zu kurz kam. So bald die Pläne fix und die Flüge gebucht sind, werde ich auf jeden Fall davon berichten. Ich freue mich schon riesig drauf. Vielleicht lassen sich ja auch noch Treffen mit anderen Freilerner- und Reisefamilien arrangieren? Wer Lust dazu hat, kann sich auf jeden Fall gern bei uns melden.

Eine weitere große Baustelle ist die Beziehung mit meinem Mann, dass viele Auswärts Arbeiten, schlechte Kommunikation (trotz Wissen wie es besser geht) und natürlich die Herausforderungen des Alltages haben ihre Spuren hinterlassen. Eigentlich war und bin ich soweit zu sagen, dass ich nicht mehr will, denn meinen Weg alleine zu gehen bin ich eigentlich gewöhnt, aber ist das wirklich der richtige Weg? Ist das Aufgeben und Weglaufen oder doch die Chance auf  ein Leben, dass meinen Bedürfnissen näher kommt? Ich habe in letzter Zeit so viel dazu gelesen und auch mit anderen Menschen darüber gesprochen, weil mein Mann auf keinen Fall die Trennung will und bin mir nun absolut nicht mehr sicher was richtig ist. Auf jeden Fall müssen wir endlich eine Entscheidung wie und ob es für uns weitergeht.  Lange habe ich überlegt ob ich das hier überhaupt schreibe, aber es gehört wie all die schönen Dinge nunmal auch zu uns und soll daher auch einen Raum bekommen, wenn auch nicht mit Details.

Etwas das ich im Dezember für mich entdeckt habe ist das Bullet Journal und ich bin gespannt ob und wie mich das wirklich durchs Jahr begleiten kann. Auf jeden Fall liebe ich es zu malen und etwas zu gestalten und dazu bietet diese Art Kalender jede Menge Raum. Auch das Abhaken von To-Do- Listen motiviert mich immer total und mit den verschiedenen Arten (Tracker genannt) Gewohnheiten festzuhalten oder die Erreichung neuer zu überwachen haben mich überzeugt, dass mal auszuprobieren. Auch die Möglichkeit eine Art Tagebuch daraus zu machen um schöne Gegebenheiten festzuhalten finde ich toll.  Vielleicht zeige euch hin und wieder mal ein paar Seiten daraus, wenn ihr Interesse daran habt.

Zum Glück hat es seit gestern Nachmittag ordentlich geschneit, so dass die Kinder draußen den Schnee genießen und ich es tatsächlich geschafft habe, mal wieder einen Artikel zu schreiben. Auch wenn es nur ein kleiner Artikel ist, so ist es doch ein Anfang. Vielleicht schaffe ich es ja wieder regelmäßiger zu posten, vielleicht versuche ich aus auch mal mit Youtube? Ich bin mir noch nicht sicher wohin die Reise gehen wird.

 

Liebe Grüße

Sissy

Unser Leben ohne Schule/ Kindergarten

Unser Leben ohne Schule/ Kindergarten

Leben im Hier und Jetzt.

Hört sich irgendwie einfach an, ist es aber gar nicht. Zumindest kam mir das bis vor einiger Zeit noch so vor, als wir gestresst und völlig fremdbestimmt durch die Woche hasteten und irgendwie immer auf das viel zu kurze Wochenende warteten. Seit die Kinder nicht mehr in die Schule gehen und auch keinen Kindergarten mehr besuchen ist das Leben im Hier und Jetzt gar nicht mehr so schwer. Gerade auch in der Großfamilie in der so so viele Bedürfnisse aufeinandertreffen, lässt sich alles jetzt viel leichter machen und den Bedürfnissen viel leichter gerecht werden, weil wir nicht mehr so viel auf später verschieben müssen. Es gibt jetzt so viele Momente in denen ich einfach nur geniesen kann und weder an gestern noch an morgen denken muss. Slow Family -so heißt das Zauberwort oder auch Entschleunigung des Alltags- genau das ist es was wir jetzt leben. Es ist neulich auch ein Buch dazu erschienen. Eine Freundin meinte, ich bräucht das zwar nicht mehr, aber vielleicht ist es ja für jemanden von euch eine Anregung, denn ich habe im Freundeskreis nur positive Rückmeldungen dazu bekommen und wenn ich nicht schon so viele Bücher hätte, würde ich es mir auch noch kaufen: Slow-Family

Selbstbestimmtes Schlafen

Das selbstbestimmte Schlafen funktioniert bei uns auch super. Die Kinder sind seither ausgeglichener als früher, als ich sie immer viel zu früh aus dem Bett scheuchen musste. Auch ich bin ja eher keine Frühaufstehen und mir tut diese Stunde mehr Schlaf am Morgen richtig gut und ich gehe so viel entspannter durch den Tag. Oft höre ich Zweifel oder Sätze wie „meine Kinder würden nie freiwillig ins Bett gehen“. Ist das wirklich so? Ich kann nur für uns sprechen und sagen: Jedes Kind wird einmal müde und wenn das Bett ein Ort ist wo es sich wohlfühlt, dann wird es auch gern dahin gehen zum schlafen. Meine 3 großen Kinder gehen ganz selbstständig, bei den mittleren 2 Jungs (5 und 7) frage ich ob sie nicht müde sind und das wird dann mit Ja beantwortet und dann bringe ich sie ins Bett. Sie würden auch ganz allein gehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht das es mit der Frage einfach besser klappt. Elena geht witzigerweise auch allein. Sie nimmt dann immer meine Hand und sagt DEI DEI und möchte, dass ich sie dann hoch ins Bett bringe. Meistens sind alle dann zwischen 21-21:30 im Bett und schlafen dann bis 8:00 Uhr.

Gemeinsamkeit

Auch die Hausarbeit erledigt sich ziemlich gut, eigentlich noch viel besser als vorher. Hatte ich sonst am Vormittag nur das kleinste Mädchen zu Hause, die dann natürlich nur auf mich fokussiert war, bin ich nicht wirklich zu viel gekommen.  Jetzt hat sie große Freude daran den Geschwistern zuzuschaun und so kann ich ganz bequem immer mal etwas erledigen. Durch die vielen Fahrten die wegfallen, können wir uns einfach viel mehr Zeit für alles nehmen und auch die Konkurrenz unter den Kindern hat deutlich abgenommen. Auch am gemeinsamen Kochen haben die Kinder großen Spaß und helfen gerne mit. Gerade auch der Große möchte mittlerweile sogar ab und zu schon allein kochen und das macht er richtig gut. Direkte Pflichten oder Aufgabenpläne gibt es bei uns auch nicht. Es findet sich eigentlich immer jemand der mir hier und da zur Hand geht.

Vertrauen

Ich bin wirklich sehr glücklich, wenn ich sehe wie die Kinder wieder richtig aufblühen und ihr eigenen Träume und Ideen verfolgen. Wie sie wieder stundenlang spielen und völlig in einer Tätigkeit aufgehen können. Auch der große Sohn ist ein völlig anderer (oder besser gesagt wieder er selber) geworden. Waren da vor einem Jahr noch ganz viel Wut, Verzweiflung und Angst, dann sehe ich jetzt wieder ein Kind was mit sich im Reinen ist…allerdings nach wie vor mit strikter Ablehnung gegen das schulische Lernen. Während die anderen Kinder ihre Schulbücher immer mal zur Hand nehmen um darin etwas zu machen, würde Leonardo das nicht im Traum einfallen. Allerdings nutzt er mittlerweile das Internet um Themen nachzuforschen die ihn interessieren. Auch You Tube Viedeos konnten ihm die Freunde an Mathematik in Ansätzen wieder nahe bringen. Aber hier ist noch ganz viel Geduld notwendig, aber die ersten Schritte sind gemacht und diese absolute Verweigerung löst sich langsam auf. Sobald manche Dinge für ihn wichtig werden, bin ich mir sicher das er auch einen Zugang  finden wird. Es zeigt sich auch hier, dass unser Vertrauen in die Kinder das größte Geschenk ist was wir ihnen machen können. Sie gehen ihren Weg und wir werden sie dabei begleiten.

Raus in die Natur

Auch dafür haben wir wieder viel mehr Zeit und wir verbringen wirklich viel Zeit im Wald oder auch am Inn, da werden dann Burgen und Höhlen gebaut, Tannzapfen oder Moos gesammelt, im Bach geplanscht, Pilze gesucht, Picknick gemacht, Tee aus Thermoskannen getrunken. Egal wie schlecht die Stimmung manchmal ist, nach einem Besuch draußen sind alle wieder geerdet und zufrieden. Auch Elena stapft wirklich gern über den weichen Waldboden und wer braucht schon Kinder oder Kleinkindturnen? Im Wald kann man seine Motorik auch ganz wunderbar trainieren. Es ist immer ganz wunderbar die kleine Maus zu beobachten wie sie den Großen nacheineifert und wie selbstbewusst sie über Äste und Baumstümpfe klettert. Ihr Körperbewusstsein erstaunt mich immer wieder und es ist schön die Kinder einfach Kinder sein zu lassen. In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche. Wir bekommen morgen Besuch von der Oma und da stehen dann einige Sachen auf dem Plan.

Liebe Grüße

Sissy