Das Ende einer Stillbeziehung

Nach 27 Monate, das ist absoluter Rekord für mich, geht eine wundervolle Stillbeziehung zu Ende. Alle anderen Kinder haben sich selber zwischen 14-18 Monaten abgestillt, ganz ohne das ich dafür etwas gemacht hätte.

Das war diesmal anders…lange habe ich überlegt ob ich abstille oder nicht, Elena schien es so sehr zu brauchen, dass ich tatsächlich schon ein richtig schlechtes Gewissen hatte, weil ich mich mit dem Stillen überhaupt nicht mehr wohlfühlte. Für Elena war stillen einfach alles….kuscheln, Einschlafhilfe, Trost, Beschäftigung und bei wirklich jedem Unwohlsein oder etwas klappte nicht so wie sie wollte, musste die Brust her. IMMER und Überall und da sie dann schon immer ziemlich rapiad selbst an die Brust ging, war meine persönliche Grenze überschritten. Ich konnte und wollte einfach nicht mehr. Alle möglichen Versuche das durch etwas anderes zu ersetzen scheiterten kläglich.

Daher habe ich dann tatsächlich ganz aktiv die Brust verweigert. Durch Schwangerschaft ging meine Milch sowieso zurück und so war das viele Nuckeln wirklich schmerzhaft. Elena hat das tagsüber nach ein paar Tagen hart bleiben eigentlich schnell und gut akzeptiert. Ich habe ihr immer wieder gesagt, die Milch ist alle und ihr dann immer Ersatz angeboten…trinken, tragen, Buch ankucken…und mich auch so ganz intensiv ihr gewidmet, damit sie nicht das Gefühl hat auch Mama zu verlieren. Was uns unterwegs oft gute Dienste geleistet hat, waren die Quetschies. Damit beruhigte sie sich dann, wenn wirklich nichts anderes half. Aber auch das hat sich mittlerweile gelegt und jetzt wird smoothie aus dem Glas getrunken 😀

Nachdem das gut geklappt hat, habe es dann gewagt und bin ein Wochenende ohne Elena zu einem Freund gefahren und sie hat das super gemeistert. Ohne Weinen ist sie ganz friedlich eingeschlafen…da war ich dann wirklich erleichtert. Als ich dann zurück war, schafften ich es auch, dass sie bei mir ohne Brust einschlief. Die ersten Nächte habe ich sie immer eine Weile getragen, wenn sie wach wurde, das half ihr am Besten. Trinken wollte sie witzigerweise überhaupt nichts.

Nun sind wir 3 Wochen stillfrei und ab und an fragt sie noch nach dem Stillen, aber sie lässt sich ganz toll anders trösten und ich glaube das wir das ganz gut gemeistert haben. Ich bin jedenfalls wieder viel entspannter, denn am Ende war ich wirklich sehr genervt davon, was am Ende sicher auch daran liegt, dass ich durch die Schwangerschaft schon ziemlich fertig war.

Seit wir nicht mehr stillen, schläft Elena auch viel besser, viele Nächte sogar ganz ohne Unterbrechung und das ist nach 5-6 mal wach werden wirklich ein großer Segen für mich und am Ende für uns alle. Ein bisschen wehmütig bin ich dennoch, mit früh uns abends weiterstillen hätte ich kein Problem gehabt, aber das sie nur noch 2x darf, hat sie gar nicht verstanden.

Liebe Grüße

Sissy

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