18 Wochen schwanger mit unserem Wunder Nr. 7

Während ich die Überschrift schreibe, kann ich es selbst noch gar nicht richtig glauben, dass ich nun schon fast Halbzeit habe. Wer uns auf Instagram folgt, der weiß eh längst von unserem Nachwuchs. Alle anderen erfahren es jetzt auf diesem Wege 😀

Bisher ist es mir wirklich gut gegangen und bis auf die extreme Müdigkeit am Anfang hatte ich keinerlei Beschwerden, was den Alltag mit unseren 6 Kindern natürlich um Einiges einfacher macht und wofür ich auch unendlich dankbar bin. Diese erste Zeit ist immer wieder so besonders, wenn das kleine süße Geheimnis einfach noch nicht zu sehen ist. So langsam wird der Bauch aber rund und ohne ganz geschickte Kleidung kann man ihn kaum mehr verstecken. Nicht das ich das wollen würde, aber mit 6 Kindern an der Hand und einem Kugelbauch zieht man doch den ein oder anderen Blick auf sich und das ist manchmal doch etwas nervig;-) Die Großfamilienmamas unter euch werden wissen wovon ich spreche. Bekommt man Kind 1 oder 2 da ist die Freude und das Interesse oft groß, bei Kind Nr 7 erfährt man Freude dann eigentlich doch nur noch aus dem engsten Bekanntenkreis oder unter Gleichgesinnten. Ein Bauchbild habe ich noch für euch:

Aber die Hauptsache ist ja das WIR uns darüber freuen und  das tun wir wirklich. Sogar unsere kleine Elena spricht schon immer vom Baby im Bauch und das es dann Milch aus der Brust der trinken wird:D Ich finde das so süß. Der Große ist mittlerweile in einer Phase in der er das, was wir Eltern tun auch mal doof findet und so ist er auch derjenige der manchmal sagt, wir brauchen kein Baby mehr;-) Aber er ist dann trotzdem derjenige, der sich immerso liebevoll den Kleinsten widmet, das wir diese Aussage mehr oder wenig liebevoll überhören. Pupertät meets Baby wird uns wohl diesmal so richtig begegenen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch das meistern werden.

Zum Baby selber kann ich euch noch gar nicht viel erzählen, denn wir waren bisher noch bei keinem Arzt. Wir haben uns diesmal dafür entschieden die ärztliche Vorsorge nicht zu machen. Einen Ultraschalltermin haben wir nur für die 21.SSW geplant, einfach um einmal Sicherheit zu haben das am Baby alles dran ist. Uns war es dann doch wichtig, da unser Baby ja wieder im Kreise der Familie daheim auf die Welt die kommen soll. Ich bin froh das zig Telefonaten einen Arzt gefunden zu haben der nur einen US macht….die meisten Ärzte wollten entweder alles oder nix :/

Die App sagt, das Baby ist jetzt so groß wie eine Orange ca 14 cm und wiegt etwa 190gr. Ich tippe ja mal auf einen Jungen, aber auch hier ist Geduld gefragt, wir wollen es uns nämlich nicht sagen lassen was es wird. Diese Woche habe ich es auch das erste Mal gespürt und es war wieder so ein unbeschreibliches Gefühl, diese kleine sanfte Stupsen:D

Medizinische 3-D-Grafik eine Fötus frontal in SSW 18
Bild von Babycenter

 

Liebe Grüße

Sissy

 

 

Das Ende einer Stillbeziehung

Das Ende einer Stillbeziehung

Nach 27 Monate, das ist absoluter Rekord für mich, geht eine wundervolle Stillbeziehung zu Ende. Alle anderen Kinder haben sich selber zwischen 14-18 Monaten abgestillt, ganz ohne das ich dafür etwas gemacht hätte.

Das war diesmal anders…lange habe ich überlegt ob ich abstille oder nicht, Elena schien es so sehr zu brauchen, dass ich tatsächlich schon ein richtig schlechtes Gewissen hatte, weil ich mich mit dem Stillen überhaupt nicht mehr wohlfühlte. Für Elena war stillen einfach alles….kuscheln, Einschlafhilfe, Trost, Beschäftigung und bei wirklich jedem Unwohlsein oder etwas klappte nicht so wie sie wollte, musste die Brust her. IMMER und Überall und da sie dann schon immer ziemlich rapiad selbst an die Brust ging, war meine persönliche Grenze überschritten. Ich konnte und wollte einfach nicht mehr. Alle möglichen Versuche das durch etwas anderes zu ersetzen scheiterten kläglich.

Daher habe ich dann tatsächlich ganz aktiv die Brust verweigert. Durch Schwangerschaft ging meine Milch sowieso zurück und so war das viele Nuckeln wirklich schmerzhaft. Elena hat das tagsüber nach ein paar Tagen hart bleiben eigentlich schnell und gut akzeptiert. Ich habe ihr immer wieder gesagt, die Milch ist alle und ihr dann immer Ersatz angeboten…trinken, tragen, Buch ankucken…und mich auch so ganz intensiv ihr gewidmet, damit sie nicht das Gefühl hat auch Mama zu verlieren. Was uns unterwegs oft gute Dienste geleistet hat, waren die Quetschies. Damit beruhigte sie sich dann, wenn wirklich nichts anderes half. Aber auch das hat sich mittlerweile gelegt und jetzt wird smoothie aus dem Glas getrunken 😀

Nachdem das gut geklappt hat, habe es dann gewagt und bin ein Wochenende ohne Elena zu einem Freund gefahren und sie hat das super gemeistert. Ohne Weinen ist sie ganz friedlich eingeschlafen…da war ich dann wirklich erleichtert. Als ich dann zurück war, schafften ich es auch, dass sie bei mir ohne Brust einschlief. Die ersten Nächte habe ich sie immer eine Weile getragen, wenn sie wach wurde, das half ihr am Besten. Trinken wollte sie witzigerweise überhaupt nichts.

Nun sind wir 3 Wochen stillfrei und ab und an fragt sie noch nach dem Stillen, aber sie lässt sich ganz toll anders trösten und ich glaube das wir das ganz gut gemeistert haben. Ich bin jedenfalls wieder viel entspannter, denn am Ende war ich wirklich sehr genervt davon, was am Ende sicher auch daran liegt, dass ich durch die Schwangerschaft schon ziemlich fertig war.

Seit wir nicht mehr stillen, schläft Elena auch viel besser, viele Nächte sogar ganz ohne Unterbrechung und das ist nach 5-6 mal wach werden wirklich ein großer Segen für mich und am Ende für uns alle. Ein bisschen wehmütig bin ich dennoch, mit früh uns abends weiterstillen hätte ich kein Problem gehabt, aber das sie nur noch 2x darf, hat sie gar nicht verstanden.

Liebe Grüße

Sissy

Kinderwunsch in der Großfamilie

Kinderwunsch in der Großfamilie

Nur einmal noch diese spannende Zeit erleben, ob die Temperaturkurve am Ende des Zyklus in Hochlage bleibt und dennoch zur Sicherheit die 2 Striche auf dem Test sehen wollen.  Nur einmal noch 9 Monate ein kleines großen Glück unter dem Herzen tragen und ihm beim wachsen zusehen. Die ersten Tritte spüren, die die Schwangerschaft erst so richtig real machen. Nur einmal noch so viel Vorfreude  und Spannung erleben, was es denn wird und wie das kleine Wunder wohl aussehen wird. Nur einmal noch den Zauber erleben, einem neuen Menschlein das Leben zu schenken und diesen wundervollen ersten Moment genießen. Die Freude und das Staunen in den Gesichtern der Geschwister sehen. Nur einmal noch all die wundervollen ersten Male erleben und liebevoll begleiten.

Zugegeben, „Nur einmal noch….“ habe ich bereits nach dem 3. Kind gesagt, aber dennoch haben wir mittlerweile 6 wundervolle Kinder. Nachdem unsere kleinste Maus nun schon 25 Monate ist, schleicht sich so langsam noch einmal der Wunsch nach einem kleinen Tragling in mein Herz. Wenn ich eine Schwangere sehe, dann denke ich mittlerweile wieder, hach ich würde auch gern noch mal. Auch beim ausräumen des Hauses wurde mir so richtig bewusst, dass ich mich noch nicht vom Kinderkriegen verabschieden kann. Nun werden die kleinen Babystoffwindeln also nicht die Reise zu einem neuen Baby antreten, sondern in einer Kiste auf ihren erneuten Einsatz warten.

Einige halten uns wahrscheinlich für ein wenig verrückt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man einmal den „normalen“ Weg verlässt, auch ein weiteres Kind für nicht mehr viel Empörung sorgt. Zumindest wird einem das dann nicht mehr ins Gesicht gesagt;-). Aber auch wenn es heißt, ein weiteres Kind läuft dann schon noch mit, sind da natürlich trotzdem Zweifel meinerseits vorhanden ob dieser Wunsch nach einem weiteren Kind nicht vielleicht egoistisch ist? Hört dieser Kinderwunsch irgendwann einmal auf? Da ich auf facebook in einigen Großfamiliengruppen lese und schreibe, geht es immer mal wieder um diese 2 Fragen. Eine Antwort darauf zu finden ist gar nicht so leicht. Den „Vorwurf“ man habe Angst vor dem was nach dem Kinderkriegen kommt, kann ich für mich definitv mit NEIN beantworten. Ob es egoistisch ist, kann ich ehrlich gar nicht sagen, ist das Kindebekommen nicht immer auch irgendwie egoistisch? Würde man ohne ein wenig Egoismus überhaupt Kinder bekommen? Für mich wäre es erst dann negativ egoistisch, wenn ich ein weiteres Kind in die Welt setze, obwohl ich einfach nervlich, finanziell, räumlich usw eigentlich gar nicht in der Lage dazu bin ein weiteres Kind gut zu versorgen. Oder wie seht ihr das?

Natürlich beschäftigen mich in dem Zusammenhang auch Fragen ob ich wirklich noch einem Kind gerecht werden kann. Immerhin werde ich auch weiterhin immer mal wieder eine Zeit mit allen Kindern allein sein. Und das man in der Schwangerschaft bzw dann mit Baby für die anderen Kindern erstmal weniger da sein kann, ist ja auch nicht wegzureden. Finanzielle Gedanken müssen wir uns zum Glück keine machen, etwas das ich persönlich auch immer wichtig finde. Das wichtigste: Liebe, Geduld und die Freude am eigenen Leben ist auf jeden Fall noch genug vorhanden. Auch unsere Kinder stehen einem neuem Familienmitglied offen gegenüber und würden sich darüber freuen. Und wie sie hier als Geschwister funktionieren und auch Elena immer wieder so wunderbar integrieren und an allem teilhaben lassen, zeigen mir, dass es auch mit noch einem weiteren Baby funktionieren kann.

Ein großer Vorteil ist natürlich auch, dass wir enorm von unserer Erfahrung profitieren können. In 13 Jahren Elternsein haben wir natürlich jede Menge gelernt und so fiel es uns natürlich von Kind zu Kind leichter die Bedürfnisse der Kleinen zu erfüllen und auch gelassen durch schwierige Phasen zu  gehen. Auch unser freies Leben ermöglicht uns natürlich ganz anders mit all den vielen Bedürfnissen umzugehen. Das sind jetzt einfach mal meine ganz persönlichen Gedanken zum Thema und wie ihr wahrscheinlich rauslest, spricht ganz viel dafür, dass es hier irgendwann noch einmal ein Baby geben wird<3

 

Liebe Grüße

Sissy