Bye Bye Österreich

Bye Bye Österreich

CHAOS IM KOPF

die letzten Wochen/Monate waren wirklich ganz schön turbulent, zumindest in unseren Köpfen und Gedanken, denn wir haben überlegt wie es für uns weitergehen soll. Zurück aus Thailand haben wir hier in Österreich einen recht schönen Sommer verbracht und auch unser zu Hause genossen. Das in Kombination mit der Schwangerschaft haben uns Zweifeln lassen, ob es wirklich richtig ist alles zu verkaufen und hier alles aufzugeben. Wir haben so viel zeit und Herzblut in das Haus gesteckt, 2 unserer Kinder sind hier geboren…Schnell kam uns die Idee, das wir unser Haus ja auch einfach zeitweise vermieten könnten und das erschien uns auch als die leichteste Variante, da so zumindest der Dachboden als Lager unserer Sachen hätte dienen können. Aber da waren eben auch all die Zweifel, was wenn das mit dem Vermieten nicht so klappt? Wer schaut mal nach dem Haus…gerade im Winter wegen der Heizung o.ä.? Was wenn wir doch nicht zurückwollen, dann hätten wir nur zum Ausräumen zurückkommen müssen… Da wir ja nur 180 Tage hier sein können (wegen Steuerpflicht und Schule usw) dann würden wir eigentlich lieber mal Zeit bei Freunden und Familie in Deutschland verbringen… Fürs Vermieten hätten wir jetzt auch noch einiges an Geld und Zeit ins Haus invenstieren müssen ( wir haben ein altes Haus gekauft und Eigenregie saniert, sind aber noch nicht fertig)

DIE ENTSCHEIDUNG

Nachdem wir nun also lange hin und her überlegt haben und alle Pros und Contras abgewägt haben steht für uns fest, wir werden doch verkaufen und spätestens Mitte November Österreich verlassen. Und was soll ich sagen, es tut unendlich gut eine Entscheidung getroffen zu haben. Dieses ewige Hin und Her hat uns irgendwie total gelähmt und ich bin ehrlich froh das wir wieder ins Tun kommen, wie man so schön sagt. Dies bedeutet natürlich auch, dass wir jetzt unheimlich viel zu tun haben, denn grob überschlagen bleiben uns nur noch 8 Wochen Zeit das alles zu stemmen und das ohne familiäre Hilfe und mit Job von Ralf. Aber die Aussicht, dass wir danach die Zeit bis März einfach nur frei haben werden und unseren Bauchzwerg und dessen Ankunft einfach nur geniesen können, bringen natürlich ordentlich Motivation mit sich.

WIE GENAU WOLLEN WIR DAS SCHAFFEN?

Der Plan ist, das wir unsere persönlichsten Sachen die wir behalten wollen (was am Ende wohl nicht mehr als 10-15 Kisten mit Fotos, Büchern, Unisachen sein werden) bei unseren Eltern einlagern werden. Alles was wir mitnehmen wollen kommt in die Koffer. Dann werden wir natürlich noch so viel wie möglich verkaufen und den Rest tatsächlich einfach von einer Firma räumen lassen. Alles alleine stemmen, schaffe ich schwanger im Moment einfach nicht, denn ich merke schon, das mein Körper hier klare Signale sendet. Am Wochenende haben wir schon mal den Dachboden leer geräumt und sage und schreibe 12 Umzugskisten aussortiert. Auch die Kinder waren direkt dabei und haben in ihren Zimmer auch schon mal sortiert, was weg kann und was sie behalten wollen. Die Sommersachen wandern jetzt schon mal in die Koffer und die Schränke leeren sich. Einen Großteil an Kleidung haben wir auch zur Kleiderspende gebracht und sie finden da hoffentlich neue Besitzer. Für Flohmärkte oder ähnliches fehlt mir einfach die Zeit und auch die Lust und von allen Sachen Fotos machen und auf Plattformen einstellen fehlt mir auch die Zeit und oft lohnt sich das ja auch nicht mal wirklich, oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

WO GEHT ES HIN?

Die spannende Frage ist jetzt noch wohin wir gehen werden. Aufgrund der Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt liegt unser Fokus ganz klar auf Süd-Vietnam. Erstens sind hier 6 Monate Visum kein Problem und erspart uns lästige Visa-Runs (wie wir sie bsp in Thailand und Indonesien machen müssten) und zweitens haben wir unser Herz da eh verloren und könnten uns gut vorstellen den Winter da zu verbringen. Doch wir überlegen auch noch eventuell mit ein paar anderen Familien zusammen einige Zeit zu verbringen, daher ist das mit Vietnam auch noch nicht ganz sicher und wir bleiben noch offen für Alternativen. Falls es eine/mehrere Reisefamilie(n) unter euch gibt, die eventuell Lust hätte uns zu begleiten oder ein paar Monate gemeinsam zu verbringen, meldet euch gern! Für den Ort sind wir wie gesagt noch offen.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Liebe Grüße

Sissy

 

Kein richtiges Leben?

Kein richtiges Leben?

Vor einiger Zeit las ich unter einen meiner Posts einen Satz, der mir irgendwie nicht aus dem Kopf geht und über den ich ziemlich viel nachgedacht habe. Und zwar ging es darum, dass unser Leben kein richtiges Leben ist und am Ende vielleicht sogar eine Flucht….Ich kann das allerdings absolut nicht bestätigen, denn wir erleben und lernen so viele Sachen, von denen ich der Meinung bin, dass sie unsere Kinder viel besser auf eine Leben vorbereiten, als dass es die Schule leisten kann. Daher möchte ich heute ein paar Gedanken zu unserem Alltag und zum Thema Leben auf Reisen teilen.

DAS LEBEN AUF REISEN

fordert uns jeden Tag heraus, uns als Eltern, die Kinder und auch uns als Familie. Das Leben auf Reisen ist kein Urlaub wie wir es aus den 2-3 Wochen Urlaub im Jahr kennen, der eine absolute Ausnahme zu dem darstellt, was den sonstigen Alltag ausmacht. Auch auf Reisen etabliert sich natürlich ein Alltag, kein so strenger und unflexibler wie in Österreich, aber ein wenig Struktur entsteht meistens ganz von selber. Wir versuchen auch hier, lokal einzukaufen und vermeiden große Supermärkte. Die nutzen wir derzeit nur für 2-3 Lebensmittel, die wir sonst wirklich nicht bekommen können (Haferflocken, Datteln und Nüsse). Auch Yoga hat hier einen festen Platz bekommen, was mich ganz besonders freut. Paolo und Giuliana begleiten mich immer dazu und ich freu mich jedes Mal das sie das jetzt nochmal mehr für sich entdeckt haben. Wenn man sich für ein Reiseleben entscheidet, entscheidet man sich für ein Leben mit den Kindern und zwar 24h 7 Tage die Woche. Das heißt auch, dass man persönliche Freizeit nochmal mehr zurückstellt. Zu Hause hat mich sich alles so eingerichtet, dass die Kinder einfach auch mal gut einige Zeit allein spielen und werkeln können und man mal etwas Zeit für sich hat, das ist auf Reisen oft nicht so, da muss man einfach viel mehr ein Auge auf sie haben und natürlich gestaltet man auch viel mehr einen Rahmen in dem die Kinder spielen und lernen können, weil man hier natürlich viel weniger Spielsachen und Lernmaterialen hat.  Durch diese Nähe zu den Kindern vertieft man aber nochmal seine Beziehungen zu den Kindern. Stärken und Schwächen (wenn man das jetzt bei Kindern so nennen will), zeigen sich auch auf Reisen nochmal ganz anders und man bekommt viele neue Impulse in denen die Kinder einfach Begleitung und Unterstützung brauchen. Toll ist auf jeden Fall, dass man quasi dabei zusehen kann, wie auch die Kinder daran wachsen. Wie sie immer mutiger werden und auch so langsam anfangen sich für Sprachen zu interessieren. Hier müssen wir nur noch einen guten Weg des Lernens finden. Bisher nutzen wir dazu ein paar Apps und versuchen viele Wörter einfach im Alltag zu lernen. Was uns wirklich fehlt, sind einfach so Sachen wie die Musikschule oder die Sportvereine der Kinder. Das war immer etwas Schönes und Tolles und der einzige Wehmutstropfen.

Zeit für Ausflüge zu haben und die Natür und die verschiedenen Vegetationszonen hautnah erleben anstatt nur im Buch zu betrachten.

WAS IST DAS WIRKLICHE LEBEN?

Diese Definition ist natürlich entscheidend und darauf muss auch jeder seine eigene Antwort finden. Wir haben unsere ganz eigene gefunden : Ein Leben das zu 80% fremdbestimmt ist, in dem beide Eltern von 8-17:00 arbeiten und die Kinder so lange fremdbetreut sind (oder in unserem Fall – der Papa immer sehr viel weg war) – empfanden wir weniger als richtiges Leben, als unser Leben jetzt. Wir können uns jetzt etwas Eigenes schaffen, ein Leben das uns entspricht und durch das Reisen lernen wir so viele neue Dinge und Möglichkeiten kennen. Es gibt uns die Chance auszuprobieren wo und was und gefällt, was uns gut tut und was eben nicht. Wir lernen verschiedene Kulturen kennen und können durch unsere längeren Aufenthalte auch immer teilweise an der Kultur teilhaben bzw sie hautnah erfahren und diese Erfahrungen sind für uns so viel mehr wert als ein Buch zum Thema zu lesen. Wir übernehmen jetzt viel mehr Verantwortung für unsere Kinder, da wir die Bildung und Betreuung nicht einfach an jemanden anders abgeben, sondern einfach selber dafür sorgen. Und wenn das kein richtiges Leben ist, weiß ich auch nicht…Wir leben auch nicht mehr zwischen irgendwelchen Terminen oder in Vorfreue auf das Wochenende oder den Urlaub, indem man sich vornimmt mal abzuschalten, aber dann doch wieder liegengebliebene Sachen abarbeiten muss. Wir leben einfach JETZT und HEUTE und gestalten genau das, was für uns so vieles verändert hat. Wir haben einfach viel mehr Zeit für alles und dafür den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Viele Dinge die wir sonst aufschieben mussten, können wir einfach direkt angehen. Wir haben oft keinen Plan und folgen einfach unserer inneren Stimme und das beschwert uns oft wundervolle Momente und Begegnungen. Klar ist für uns auch geworden, das ein Dauerreiseleben nicht in Frage kommt und wir uns eine Homebase suchen werden von der aus man immer mal wieder eine längere Reise unternimmt.

Jeden Moment geniesen können – auch dass erleben wir ganz intensiv, ohne Termin- und ohne Zeitdruck

 

FLUCHT?

Zum Thema Flucht habe ich ehrlich gesagt lange überlegt und  ich kann ehrlich sagen, JA wir sind auf der Suche nach einem Weg der freien Bildung geflohen vor dem Schulzwang bzw dem Lehrplan. Durch die Tatsache, dass freie Bildung in Deutschland und Österreich so nicht machbar sind, haben wir uns überhaupt mit dem Thema Reisen auseinandergesetzt und sehen es als spannende Herausforderung, die uns jede Menge beibringt. Das ist allerdings schon das Einzige was man als Flucht bezeichnen kann, denn alle anderen Themen die in der Familie ein Problem darstellen, oder die auch nur einen einzelnen betreffen, vor denen kann man nicht fliehen. Ganz im Gegenteil, hier kommen sie doppelt und dreifach zum Vorschein und man ist nochmal mehr damit konfrontiert Dinge aufzuarbeiten und an sich selber zu arbeiten oder auch zu merken was so richtig gut und stimmig läuft und was man einfach weiter ausbauen möchte. Wir haben für uns auf jeden Fall gemerkt, dass wir als Familie ziemlich gut harmonieren und finden immer mehr zu uns. In jedem Fall ist diese Flucht nicht einfach eine Flucht – sondern die Möglichkeit für mehr Selbstbestimmung und auch mehr Eigenverantwortung.

Zusammen Dinge erleben und die Welt erkunden. Manchmal nicht leicht mit so vielen verschiedenen Charaktären, aber doch immer wieder so bereischernd

 

Liebe Grüße

Sissy

Unsere ersten Tage in Thailand

Unsere ersten Tage in Thailand

Nachdem wir die erste Nacht tief schlafend verbracht haben, geht es am nächsten Tag auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Wir buchen nämlich immer nur für 2-3 Tage und suchen dann vor Ort etwas, weil das viel günstiger ist. Da die Gemeinsam-Freileben schon 2 Tage vor uns angekommen sind, konnten sie sich schon mal bei Locals und anderen Touristen erkundigen. So lässt sich immer eine recht günstige Bleibe finden. Auch ein Roller ist immer schnell zu finden und wurde uns sogar bis zum Resort gebracht:D

Wir haben uns dann recht schnell in ein wirklich tolles Haus verliebt. Unser YOGA-Haus:D Wir nennen es so, weil die Besitzerin hier auch Yogastunden gibt und sich im Garten ein kleiner Yoga-Pavillon befindet. Der Pool war auch klasse, so dass wir uns den Luxus dann einfach gegönnt haben. Da wir 8 Wochen hier bleiben, konnten wie einen günstigeren Preis bekommen und zahlen pro Familie 800€ pro Monat inklusive der Nebenkosten. Das ist für Thailand recht teuer, aber das es hier noch wenig touristisch ist, ist die Konkurrenz nicht wirklich groß und das Haus hat allen super gut gefallen.Falls ihr mal nach Sam Roi Yot kommen wollt schaut es euch einfach einmal an Baan Aroka

Hier angekommen haben wir uns dann noch mit ordentlich Obst vom Markt versorgt und unsere Männer auf einen Großeinkauf geschickt. Nüsse, Haferflocken, Rosinen und ein paar Sachen, die man so am Markt einfach nicht bekommt. Auch das Trinkwasser muss gekauft werden und davon brauchen wir natürlich einiges. So frühstücken wir immer im Haus und dann gehen wir Mittags oder Abends essen und kochen das andere Mal. Ansonsten heißt es erstmal sich kennenlernen, denn die Gemeinsamfreileben – Familie kennen wir bisher nur vom Schreiben und Telefonieren. Aber wir Eltern und auch die Kinder verstehen sich weiterhin gut und die meiste Zeit des Tages sind alle im Pool und auch der Strand wird jeden Tag besucht. Aber der wird meistens nur zum Buddeln und beobachten der Strandbewohner genutzt. Baden tun die Kinder lieber im Pool.

Unter der Woche sind die Kinder hier bis zum späten Nachmittag in der Schule und so treffen wir eher selten andere Kinder, doch einen Freund in unserem Stammrestaurant gibt es.  Witzigerweise spielt immer nur Luca mit ihm und die 2 sehen sich und sind dann sofort im Spiel. Da braucht es keine Worte und ich bin immer wieder sprachlos wie schnell und einfach das gehen kann. Auffällig ist für uns, das die Thais hier viel zurückhaltenden sind als die Vietnamesen. Wurden wir da überall freundlich begrüßt und angesprochen, ist das hier überhaupt nicht so. Dennoch sind sie natürlich freundlich und hilfsbereit. Wir sind gespannt, was uns noch alles erwarten wird.

Liebe Grüße

Sissy

Vietnam Ben En Nationalpark

Vietnam Ben En Nationalpark

Wir haben heute einen Ausflug in den Ben En  Nationalpark gemacht. Dazu sind wir erstmal ca 1,5h Stunden mit dem Taxi unterwegs gewesen bis sich uns dieses tolle Bild bot. Richtig richtig schön war es dort. Die laue Brise tat bei den Temperaturen richtig gut und es lies sich gut aushalten. Elena hatte im Taxi geschlafen und war zum Glück guter Dinge. Auch die anderen Kinder waren gut drauf, womit solche Unternehmungen ja immer steigen oder fallen.DSC03971

Gleich am Eingang gab es ein kleines Naturkundemuseum, welches aber nur ein etwas größerer Raum war. Es war von den Präparaten auch ziemlich schlecht, dafür musste man allerdings auch keinen Eintritt bezahlen. Die Kinder und vor allem Elena fanden es dennoch toll.

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Danach konnten wir zwischen 2 Varianten wählen, entweder eine Rundfahrt (17€) oder eine Fahrt auf eine der Inseln (15€) auf der wir dann allein bleiben konnten und wir per Anruf wieder abgeholt wurden. Wir haben uns für die 2. Variante entschieden, denn nur auf dem Boot sitzen war uns nix. Es war spannend einmal über so eine tolle Insel zu laufen, aber auch ganz schön abenteuerlich. Der Rundwag war zwischen 3,8 und 5km lang, genau kann ich es nicht sagen, denn wir bekamen verschiedene Informationen. Und was solche Angaben angeht, da muss man bei den Vietnamesen immer vorsichtig sein. 4Stunden sind wir über die Insel und durch den Dschungel gewandert und es war ein wundervolles Erlebnis. Wir haben riesige Spinnen, meterhohen Bambus und wunderschöne Schmetterlinge gesehen. Baden wurde uns leider untersagt, dabei war das Wasser soo schön warm. Unser Taxifahrer hat uns begleitet, war dann aber mittendrin auf einmal verschwunden, wir haben dann auf ihn gewartet und er war derweil mit irgendeinem Boot wieder zurückgefahren, was uns dann der Mann vom Boot mitteilte als wir ihn anriefen uns zu holen. Reden konnten wir nicht mit ihm, denn Englisch sprach er nicht. Das war dann mittendrin nicht ganz so witzig, aber es hat uns noch ein paar ruhige Momente des Geniesens verschafft. Leider gab es diesmal überhaupt keine Möglichkeit was zu Essen und wir hatten nix dabei, weil es hier wirklich an jeder Ecke eigentlich etwas gibt. Das Gute daran war allerdings, dass der ganze Park und auch die Insel fast menschenleer waren. Keine Touristen und nur eine handvoll Angestellte. Daher blieb uns diesmal das ewige „Wir-wollen-ein-Foto-mit-euch“ erspart.
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DSC03978         Auf dem Bild sieht die    Spinne gar nicht so groß aus,

in Wirklichkeit ist sie so große wie eine Erwachsenenhand.DSC04012DSC03984

DSC03992Auf dem Boot war es richtig schön, die tolle Landschaft und diese laue Wind. Ich bin ja tatsächlich jemand der eher grün vom Bootfahren wird, aber diesmal überhaupt nicht. Auf der Insel hätte man auch ein kleines Lagerfeuer machen können und sich sogar ein kleines Häuschen mieten für eine Übernachtung. Das wäre sicher nochmal spannender gewesen, aber für 6 Kinder waren die Häuschen nicht ausgelegt. Leider waren diese auch nicht mehr im tollsten Zustand, aber nunja. Für uns hieß es dann wieder mit dem Boot zurück und auch so nehmen wir ganz tolle Eindrücke mit. Auch die Taxifahrt nach Hause war wieder ein Erlebnis für sich. Der Verkehr und die Fahrweise hier sind immer wieder strange. Besondere Highlights diesmal : 2 Erwachene auf einem Moped + Boobycar + Fahrrad und das Zweite war ein Moped mit einem Stahlgestellanhänger auf dem ein Bett drauf gespannt war 😀

Liebe Grüße

Sissy

Gedanken zum „auf Reisen sein“

Gedanken zum „auf Reisen sein“

wir sind nun fast 2 Monate unterwegs und das mit vielen Hoch und Tiefs. Alles in allem empfinde ich das immernoch als ein großes Geschenk und definitv als eine Aufgabe an der man wächst. Wir haben viele tolle Sachen erlebt, ganz bezaubernde Menschen kennengelernt und sind mittlerweile angekommen im Leben ohne “ ich muss jetzt das und jenes“. Wir haben in Hostels, Hotels und jetzt im Haus residiert, sind mit Flugzeug, Zug, Bus, Taxi und Moped unterwegs gewesen und haben die Vor-und Nachteile eines jeden kennengelernt.

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7h im Zug auf der Holzbank 😀

Ich muss aber auch sagen, dass es als Großfamilie ganz schön anstrengend ist. Das fängt schon einmal bei der Zimmersuche an. In vielen Blogs und DigitalNomads- Beiträgen habe ich von Minimalismus und wunderschönem harmonischen Familienalltag gelesen, in dem alles einfach nur toll ist. Für uns hat sich das teilweise gar nicht toll angefühlt. Das größte Problem war denke ich der Platz, denn wir sind nunmal mehrere Zimmer  und einen Garten gewöhnt. Unser Zu Hause ist einfach eine absolute Ja-Umgebung für die Kinder. Das getauscht gegen ein Familienzimmer oder mehrere Hotelzimmer ist schon eine Herausforderung. Eine die ich glaube ich nicht nochmal brauche und da spreche ich nicht nur für mich. Wir Eltern in getrennten Zimmern oder inmitten von 6 Kindern und eigentlich noch weniger Zeit  zusammen zu zweit als zu Hause. Auch ist man hier einfach 24h gefordert und es gab eher selten Momente in denen man nur entspannt war, weil man immer aufpassen muss das nix passiert. Dazu kam, dass Elena plötzlich 14 Zähne bekommen hat und dementsprechend viel Aufmerksamkeit brauchte.

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Wir merken seitdem wir jetzt ein Haus gemietet haben, dass es für alle wieder viel besser passt. Aber auch das ist hier in Vietnam nicht leicht überhaupt etwas passendes für so viele Leute zu finden. Agoda und Co kannst du gleich komplett vergessen, wir haben uns hier tatsächlich durchgefragt. Und auch das war eigentlich nur mit viel Glück möglich, da wir eine der wenigen Personen kennengelernt haben, die gut englisch spricht und so lieb war uns zu helfen. Wir waren schon knapp davor aufzugeben und wieder nach Hause zu fliegen.

Ich bin ja eigentlich immer diejenige, die zu Hause raus will und reisen möchte und jetzt bin ich die, mit dem größten Heimweh. Verrückt oder? Aber ich vermisse mein zu Hause in dem alles auf uns eingerichtet ist und vor allem meine Küche. Ich träume tatsächlich schon davon wieder zu kochen und zu backen, etwas das mich am Ende zu Hause wirklich nur noch genervt hat. Ich sehe auch, dass man sich hier auch mit viel weniger versorgen kann und schätze auf jeden Fall mehr, was wir zu Hause haben. Hier punkten natürlich die vielen tollen reifen Früchte, die wie so niemals zu Hause bekommen und wovon wir täglich eine Menge verdrücken. Auch haben wir uns durch einige vietnamesiche Gerichte getestet, aber festgestellt, dass diese sehr fleischlastig ist und das ist nunmal nicht unseres. Auch ein Besuch am Markt lässt uns erschaudern, dort hängen gebratene Hunde und Katzen, Käfige vollgestopft mit noch lebenden Geflügel und auch Enten liegen da am Warentisch mit zusammengebundenen Füßen. Boar ich sage euch, diesen Anblick kann ich nicht ertragen und auch nicht vergessen 🙁 Als die dann noch kamen und meine Kinder tätscheln wollten, da war es bei uns echt vorbei. Jetzt muss Ralf allein zum Markt, ich kann das nicht nochmal haben.

Unser Plan ganz Vietnam komplett zu bereisen den ich doch irgendwie im Hinterkopf hatte, ist auch nicht aufgegangen. Wenn du wirklich 4-5 Monate unterwegs bist, dann kannst du mit 6 Kindern nicht wirklich alle paar Tage weiterziehen. Du brauchst Zeit irgendwo anzukommen und auch einfach mal eine Umgebung in der du weißt wo du etwas herbekommst. Hier gehst du näcmlich nicht mal eben in den Supermarkt und bekommst alles was du willst, hier gehst du auf den Markt und suchst die restlichen Dinge in gefühlten 50 Geschäften zusammen. So ist es bei 5 Stationen geblieben und das ist auch in Ordnung so.

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Nghi son – hinter unserem Hotel

Einen großen Fehler den wir gemacht haben, wir haben glaube ich tatsächlich zu minimalistisch gepackt. Aus unseren Erfahrungen bisher, würde ich auf jeden Fall mehr Spielzeug mitnehmen. Für Elena bekommst du hier nur gruseliges Plastikspielzeug, welches schon von weiten nach BPA stinkt und auch an Spielen oder änlichem ist hier schwer etwas aufzutreiben. Da vermisse ich so sehr unsere tollen Grimm und Holztigersachen und ärgere mich so, nicht doch einiges davon eingepackt zu haben. Bezahlt gemacht hat sich aber in jedem Fall der kindle für die Kinder – der ist täglich in Gebrauch:D

Momentan könnte ich mir nicht vorstellen dauerhaft so unterwegs zu sein, aber wir haben fürs nächste Mal auf jeden Fall eine Menge gelernt und wissen was wir anders machen würden.  Vielleicht werden wir es mit einem Wohnmobil probieren zu reisen, da hat man zumindest so ein wenig ein zu Hause und so Sachen wie Fahrräder und Spielsachen dabei.

Liebe Grüße

Sissy

Erstes Fazit

Erstes Fazit

Heute gibt es eine kurze Meldung von uns. Elena bekommt gerade Zähne und durch die ungewohnte Umgebung und die vielen neuen Eindrücke geht hier gerade nix ohne Mama, weswegen das Verfassen einen Blogeintrages gerade mehr als schwierig ist.

Wie haben wir die Umstellung verkraftet?

Als erstes muss ich sagen, dass es viel leichter war als befürchtet. Zum einem war die lange Reise überhaupt nicht schwierig, keine Genörgel und Gejammer, das lief alles ganz ruhig und friedlich. Wir hatten einige Leckereien und Beschäftgungsmöglichkeiten dabei und Elena war mit dem Stillen immer gut zufrieden. Der gebuchte Nachtflug war auf jeden Fall sehr passend, denn alle haben doch wenigstens ein paar Stunden geschlafen. Meine Reisübelkeit war dank Zintonakapsel zum aushalten. Um nix hatte ich mir mehr Sorgen gemacht als das ich die ganzen 16h mich übergebend und völlig unbrauchbar im Flugzeug dahinvegetieren würde.

  Die ersten Tage in Hanoi waren aber anstrengend, denn die 5h Unterschied und die extreme Hitze machten uns und vor allem den Kindern arg zu schaffen, so dass wir wirklich nur sehr lagsam angekommen sind. Daher sind wir auch einige Tage länger geblieben, wie wir es eigentlich vorhatten.

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Leben in Hanoi

Ein echtes Highlight, mit Kinder aber auch irre anstrengend. Sind unsere Kinder doch sehr viel Freiheit gewöhnt, kannst du sie hier nicht einfach mal allein gehen lassen. Bei dem verrückten und übermäßigem Verkehr waren wir eigentlich nur damit beschäftigt, keinen zu verlieren. Dennoch strömen  so viele Eindrücke auf dich ein, die du kaum verarbeiten kannst. Hier bin ich dann imer sehr dankbar für meine Reisetagebuch, in dem ich abends nochmal alles zusamenfasse.

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Wie gefällt es den Kindern?

Hier muss ich ehrlich sagen, dass es anfnags mitunter durchwachsen ist. Klar finden sie es toll keine Schule  zu haben, einen Strand direkt vor der Haustüre, aber das alles neu und anders ist, mussten auch sie erst verarbeiten, was teilweise mit goßem Frust und der ein oder anderern Streiterei einherging.  Auch Langeweile ist ein Thema und hier würde ich bei der nächsten Reise doch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten mitnehmen. Gerade ein wenig Lego oder ein paar mehr Spiele wären doch von Vorteil gewesen. Bei Leonardo und Luca merken wir aeber die größten Unterschiede. Beide sind wieder viel ausgeglichener und zugänglicher als vorher. Leo lernt sogar freiwillig für Englisch. Auch die anderen Kinder fangen langsam an, sich sehr für die Sprache zu interessieren und bestellen im Restaurant kann mittlerweile sogar unser Luca. Momentan leben hier noch 2 andere Familien mit Kindern und da git es überhaupt keine Berührungsängste. Ich bin davon immer so begeistert. Auch sonst lernen wir viele Leute kennen und hier und da gibts ein nette Gespräch oder einen Tipp, das ist wirklich ganz toll.

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Essen

Während wir Erwachsenen uns mit der Vietnamesichen Küche auseinandersetzen und so ziemlich alles probieren, halten ich die Kinder doch eher an die westlichen Gerichte. Vegan ist dabei leider fast nix, so dass die Kinder hier auf jeden Fall Abstriche machen. Aber wir sind dennoch froh, dass wir bisher nur Fenistil und  Bepanthen aus der Reiseapotheke nutzen mussten:) Man muss auch sagen, dass es um Hanoi viel einfacher war an frisches Obst zu kommen als hier auf dem Land, unsere Babyananas vermissen wir zum Bespiel sehr:/ Da müssen wir uns noch ein paar Bezugsquellen erarbeiten.

Land und Leute

Also wir erleben die Vietnamesen als durchaus freundlich und hilfsbereit. Kaum hast du ein Problem, wird dir geholfen. Du stehst zum Beispiel am Supemarkt und fragst dich wie zum Tefel die Einheimischen ihren ganzen Einkauf auf den Roller packen.Währed du noch einen Plan im Kopf ausarbeitest, steht da schon ein netter Taxifahrer der dir hilft oder direkt ein Verkäufer der zur Not alles mit Klebeband (ja richtig gehört, mit Klebeband) auf deinen Roller klebt.  Was die Beförderung angeht, is hier nix unmöglich, ob Tv, aufgeblasener Pool  oder 5  Personen auf dem Roller- alles eine Frage der Sortierung. Dashaben wir schon  bei unserer Ankunft in Hanoi erleben dürfen: wir stehen am Flughafen und suchen nach einem großen Taxi, schnell wird uns klar, sowas gibt es hier nicht. Also steigen wir mitsamt unseres Gepäcks in einen Kleinwagen und ja das funktioniert, dank Klimaanlage hält man das übereinandersitzen sogar für den Weg von 15 min aus:D Was uns auch nch positiv ausfällt, Stress haben die Leute hier auch keinen, es geht viel ruhiger und entspannter zu als bei uns. Dasheißt zwar auch du sitzt manchmal eine halbe Stunde im Restaurant bevor dein Bestellung aufgenommen wird, aber das ist für uns ja kein Problem. Die Ruhe und Gelassenheit konnten wir schnell übernehmen.

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Etwas anstrengend für uns ist natürlich , das wir hier doppelt auffallen…einerseits wegen der 6 Kinder und dann natürlich wegen der blonden Haare und der Hellen Haut. So kann es durch aus vorkommen, dass eine Truppe kreischender Vietnamesen plötzlich das Interesse an jeglichen Atrraktionen der Tropfsteinhöhle verlieren uns allle nur noch ein Foto mir dir und deiner Familie will. Die fehlende Kommunationsmöglichkeit wird einfach damit ersetzt, das sie deine Kinder und dich in Position zerren und dir dann klar machen, wann du lächeln sollst. Manchmal ist das ja ganz witzig, aber wenn du das aller 10 Minute machen musst und die Kiner das nicht mehr wollen, dann wird das manchmal schon recht heftig.

Müll ist hier auch so ein Thema, da fehlt den Leuten da Bewusstsein, dass wir haben. Hier wird auch alles in Plastiktüten gepackt, das ist dermaßen schlimm. Bei einem Einlauf bekommst du locker 3-4 Plastiktüten, die wir mit dem Hinweis auf die Umwelt immer dankend ablehnen 😀

Unser Tag

Mittlerweile sind wir ja in Dong Hoi, direkt am Strand, an dem sich selten jemand aufhält. Hier muss es vor Kurzem irgendetwas gegeben haben, denn alle Tiere im Meer waren tod. Man tippt auf eine nahegelegene Stahlfabrik, aber genaues wurde nicht bekannt gegeben. ein Vietnamese teilte uns mit das darüber absolute Nachrichtensperre verhängt wurde. Dennoch gibt es hier 70% Einbruch des inländischen Tourismus. Mittlerweile wird hier aber wieer geangelt und man sieht auch Krabben und Fische im Wasser, so dass wir einfach so mutig sind trotzdem zu baden. Das tun wir meistens gleich in der Früh noch vor dem Frühstück, weil du es später am Strand nicht mehr aushalten kannst vor Hitze. Tagsüber sind wir im Garten oder im Pool und gegen Mittag gibts eine kleine Siesta. Am Abend gehts dann nochmal an den Strand, da finden sich dann auch vereinzelt  Einheimische. Gestern haben wir einen tollen Ausflug in 2 Tropfsteinhöhlen gemacht und waren den ganzen Tag unterwegs. Es war wunderschön, dafür gehen wir es heute ruhiger an.

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Der weitere Plan

wir wollen die nächsten Tage noch ein Stück weiter in den Süden. Noch ein paar Städte ansehen und im besten Fall auch noch das Mekong Delta. Aber wir machen das alles spontan wie es gerade geht.

Liebe Grüße

Sissy

Nur noch 6 Tage bis zum Abflug

Nur noch 6 Tage bis zum Abflug

…und so langsam steigt die Nervosität. Vor allem bei mir, da ich das Reisen selber überhaupt nicht gut vertrage. Ich habe mich jetzt mit allen möglichen Sachen die gegen Übelkeit auf Reisen helfen eingedeckt und hoffe irgendwas von dem Zeug hilft und ich überlebe die 14h Flug igendwie. Ich kann mir immer noch nicht wirklich vorstellen, dass wir nächste Woche mitten in Hanoi stehen. Gestern haben wir auch unsere erste Unterkunft dort für eine Woche gebucht, im alten Viertel, welches in den vielen Reiseblogs sehr gelobt wurde und nach vielen Jahren Landleben, wird es sicher sehr aufregend und bunt in der Großstadt zugehen. Wir haben in einem kleinen Backpacker-Homestay ein Zimmer gemietet, mit kleinem Bad und Klimaanlage. Ich hoffe das wir den Klimaumschwung so einigermaßen verkraften.

Unsere To-Do- Liste ist mittlerweile auf eine Minimum geschrumpft und ich glaube wir können ganz entspannt unsere große Reise antreten. Wir haben mittlerweile ein paar Ziele herausgesucht, die wir uns auf jeden Fall nicht entgehen lassen wollen, aber eine fixe Route haben wir nicht. Wir müssen einfach schaun wie schnell wir vorankommen, 3-4 Tage werden wir bestimmt überall bleiben. Der Reiseproviant ist besorgt, alle haben neue Sommerschuhe und die Reiseapotheke wird morgen abgeholt. Da wir uns ja für die Variante des backpackings entschieden haben und dafür keinerlei Ausstattung hatten, haben wir bei Bergzeit unsere Favoriten bestellt. Begleiten werden uns also:

  1. Deuter Aircontact 50 10 SL
  2. Deuter Aircontact pro 60 15
  3. 2x Deuter Fox 30
  4. Deuter Fox 40 und da die 2 kleineren auch uuunbedingt einen Rucksack brauchen begleiten uns noch
  5. 2 Deuter Schmusebär Rücksäcke (allerdings in einer älteren Variante, da schon vorhanden)

Die Rucksäcke haben ein kleines vermögen gekostet und wir hoffen sehr, dass sich die Investition lohnt. Aber so eine Anschaffung macht man ja normalerweise nur einmal und mit Deuter haben wir bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Morgen werden wir noch eine Kurztrip nach Chemnitz machen und unsere Katze zu meiner Mama bringen und uns nochmal von der Familie verabschieden. Mein Mann wird noch zur beerdigung seiner Oma gehen, während ich mit den Kleinen meine Oma besuche und danach gehts dann am Abend wieder nach Hause. (8h Autofahrt werden sicher kein Zuckerschlecken, aber zum Übernachten fehlen und gerade Zeit und Nerven:D

Liebe Grüße

Sissy

Warum das Abenteuer Vietnam?

Warum das Abenteuer Vietnam?

Die letzten Tage und Wochen waren wirklich aufregend und sehr turbulent, immer wieder mussten wir die gleichen Fragen beantworten und sind natürlich auch immer mal wieder ins Zweifeln gekommen. Viele finden es sehr spannend was wir uns da vorgenommen haben, wirklich nachvollziehen können es aber die Wenigsten. Man verlässt ja auch nicht mal eben seine Komfortzone, auch bei uns war da viel Nachdenken und Zeit nötig und natürlich auch viel Inspiration von anderen Familien die alles aufgegeben haben und nun als Nomanden durch die Welt ziehen. Hinzu kommt, dass wir hier nicht wirklich zu Hause sind, sondern zugezogen sind. Wir haben schon einmal den Schritt gemacht, alles hinter uns zu lassen und so fällt uns das diesmal auch nicht so schwer.

Ausschlaggebend war irgendwann der Punkt, dass mein Mann  so viel auswärts arbeitet, dass ich eigentlich alleinerziehend bin. Die vielen Wochenenden die andere als Familie verbringen, sitze ich oft allein mit den Kindern zu Hause und das ist wirklich deprimierend. Klar haben wir immer versucht das Beste draus zu machen, aber da dies nun schon seit vielen Jahren so läuft, hatte irgendwann einfach genug davon, die Kinder ebenso und meinem Mann gefällt der Zustand natürlich auch nicht. Also der erste und wichtigste Punkt, wir wollen einfach mehr Zeit für uns und unsere Kinder haben.

Ein weiterer großer Punkt ist die Schule, unsere Kinder haben wirklich den Spaß am Lernen verloren und es ist alles zu einem unheimlichen Kampf geworden, was einfach keinem mehr Spaß macht. Ich bin genervt, weil ich die Kinder jeden Tag zum lernen und Hausaufgaben machen bewegen muss und die Kinder sind genervt vom ganzen System Schule. Nun sehen wir ja bei unserem Heimunterrichtkind wie es auch anders laufen kann und das hat uns dann noch mal den letzten Funken Mut zu geben unsere Kinder aus der Schule zu nehmen. Auf unserer Reise können unsere Kinder so viel mehr lernen und erleben wie es in einem Klassenzimmer je möglich wäre und das völlig ohne Leistungsdruck, ist doch toll oder?

Und das Reisen selber ist natürlich auch eine wundervolle Sache, ich mag es ja eher warm und liebe es ferne Länder zu bereisen. In unseren vergangenen Urlauben haben wir gemerkt, dass wir auf keinen Fall typische Touristen sind, die mit 10000en anderen Menschen an einem Strand liegen wollen. Wir mögen es lieber authentisch und naturnah. Dänemark ist da bisher das Land unserer Wahl gewesen und wir haben dort immer so tolle Urlaube verbracht. Leider ist es in 2-3 Wochen natürlich nicht möglich, wirklich in die Kultur einzutauchen, daher hoffen wir sehr in Südostasien in diesen Genuss zu kommen. Auf einer wundervollen Seite bin ich da ja schon total ins Schwärmen gekommen. also lasst euch verzaubern: http://abenteuervietnam.deSind das nicht wirklich traumhafte Bilder und Erlebnisse?

An vielen Tagen des Alltags, an dem ich abends ins Bett falle, frage ich mich, soll das jetzt wirklich noch 18 Jahre so weitergehen? Ist das wirklich alles was möglich ist? Ich glaube so eine Reise oder ein längerer Aufenthalt in einer anderen Kultur verändern auch die eigene Sicht auf die Dinge und auf das was wirklich wichtig ist. Da wir ja nur mit Rücksack und minimalistischem Gepäck reisen, bin ich auch ganz neuierig wie das für die Kinder werden wird, aber ich gehe davon aus das sie nicht viele Spielsachen vermissen werden. Wir haben ja vor einigen Zeit ganz viele Sachen aussortiert und das hat sich absolut positiv ausgewirkt. Und was wird das auch für uns bedeuten? Nix von alledem was unseren jetzigen Alltag begleitet dabei zu haben, sondern sich einfach nur auf das konzentrieren was man gerade vor der Nase hat 😀

Wie lange wir das machen werden? Keine Ahnung, wir haben jetzt erstmal 4 Monate in Vietnam und werden testen ob das etwas für uns ist und wir das ebenso positiv erleben, wie die Familien die uns an ihren Reisen haben teilhaben lassen. Aber gerade mit doch schon etwas älteren Kindern möchten wir uns jede Möglichkeit offen zu lassen zurückzukommen und nach den Sommerferien weiter zu machen. Ich bin schon sehr gespannt wohin uns unsere Reise führen wird und wo wir dann den 4 Monaten stehen werden. Falls es uns wider Erwarten überhaupt nicht zusagt, dann haben wir uns hier alles offen gelassen um nach den Sommerferien genau da weiter zu machen wo wir jetzt aufhören.

Warum es nun ausgerechnet Vietnam geworden ist? Zuerst war es so geplant, dass mein Mann dort einen  Auftrag hat und wir ihn einfach nur begleiten. Nun hat sich das alles aber verzögert bzw wissen wir gerade nicht mal ob es überhaupt noch klappt. Wir werden jetzt aber einfach trotzdem fahren. Im besten Fall haben wir jetzt ein paar unvergessliche Wochen und mein Mann kann dann später noch da arbeiten und im schlimmsten Fall haben wir nur ein paar unvergessliche Wochen 😀

Liebe Grüße

Sissy