Unsere Reise nach Thailand

Unsere Reise nach Thailand

begann leider ganz anders als erwartet. Alle waren irgendwie krank und mich hatte es dann zuletzt auch noch erwischt. Mit Fieber und kurz vorm Nervenzusammenbruch habe ich dann noch irgendwie unsere Koffer fertig gepackt und bis auf mein Thermometer auch nix vergessen. Ich war kurz davor alles hinzuschmeisen und den Flug zu känzeln. Dumm nur, dass wir die 400€ für die Reiserücktrittsversicherung  gespart haben, so blieb nur noch die Variante „Augen zu und durch“.

Am 03.01. in es dann um 5:00 aus den Federn-leider nach einer fast schlaflosen Nacht, denn Leni  wird immernoch sehr oft wach nachts. Zum Frühstück haben wir uns nur einen leckeren Smoothie gemacht und für die Fahrt nach München noch ein wenig Proviant eingepackt. Über Nacht war das ganze Angetaute draußen gefroren und es war so glatt, dass wir große Mühe hatten die Koffer ins Auto zu bekommen. Auch dir Kinder sind dann eher schlitternd und nur mit großer Vorsicht ins Auto gekommen. Aber dann konnte es mit 15min Verspätung losgehen. Diesmal fahren wir selber und parken unser Auto bei einem Parkservice am Flughafen München, was uns über 100€ günstiger kommt als der Transfer.

Auf die Minute pünktlich kommen wir dort an und sind in 5 min am Flughafen. Schnell sind wir eingecheckt und haben noch eine halbe Stunde bis zum Boarding, die wir tatsächlich alle ziemlich geschafft auf einer Bank verbringen und die vorbeigehenden Leute und Flugzeuge beobachten. Große Freude dann, als die Kinder sehen das wir mit einem „Doppeldecker“ fliegen, dem Airbus A380. Leider dürfen wir nur unten sitzen, aber hey, diesmal funktionieren alle Entertainmentsysteme und alle sind glücklich.Pünktlich um 9:10 starten wir richtung Dubai. Ich bin mit Vomex versorgt und hoffe das die Kinder gut beschäftigt sind und ich mich ein wenig ausruhen kann. Leider habe ich die Rechnung ohne meine kleine Prinzessin gemacht, die nicht eine Sekunde von mir weichen will. Immer wieder Fieberschübe und fehlender Schlaf machen mir echt zu schaffen. Irgendwie gehen die ersten 6h Flug aber dennoch gut vorrüber und wir landen in Dubai zwischen und ich bin einfach nur erledigt.

Die Kinder spielen Uno und verputzen unsere letzten Reserven. Auch diese 3h gehen eigentlich ganz gut vorrüber, dennoch wünsche ich mich einfach nur nach Hause in mein Bett. Cool ist aber das wir mit der einer Art U-Bahn zum Terminal fahren, das finden die Kinder super. Ich werfe noch Vomex nach und auf zum Anschlussflug nach Bankok, wieder mit dem Airbus und wieder 6h. Zu unserer großen Enttäuschung sind unsere Sitzplätze diesmal nicht zusammen. Eine nette Flugbegleiterin tut ihr Bestes um uns anders zu setzen, aber am Ende waren wir noch unpassender verteilt wie vorher. Aber gut, hilft dann auch nix mehr.

Elena stillt die ganze Zeit und ich kann mich kaum rühren, weil sie dann sofort böse mit mir wird. Ich kann sie teilweise echt kaum noch halten und bin ehrlich richtig fertig und hoffe nur noch das wir endlich ankommen. Die 3 h Taxifahrt die noch folgen wird, verdränge ich derweil noch erfolgreich. Zum Glück schläft Elena dann irgendwann ein und ich schaffe es sogar einen Film zu kucken. Alle anderen machen das auch und mit dem Ganze Essen und Trinken im Flugzeug und den kleinen Geschenken von emirates  ist der Flug für die Kinder angenehm und die Kinder sind die ganze Zeit gut zufrieden. Fast alle schlafen am Ende sogar eine ganze Weile. Endlich angekommen sind wir dann 8:20 Ortszeit in BKK und ich lege mich erstmal auf eine Bank – total erledigt. Ralf besorgt derweil Geld und unser Gepäck und auch die Kinder sitzen ziemlich erschöpft neben mit – bei uns wäre es jetzt ja 2:00 nachts. Erst nach fast 2h verlassen wir den Flughafen und besorgen uns ein Taxi Richtung Sam Roi Yot. Dort fallen mir dann die Augen zu, mit Elena im Tragetuch klappt das Schlafen dort ganz gut. Auch die Kinder schlafen hier und so bekommen wir von der Fahrt gar nicht wirklich viel mit. Unser Taxifahrer ist eine ziemlich überfordert und so müssen wir ihm für das letzte Stück unser Navi geben, damit wir den Weg finden. Irgendwann gegen 14:30 kommen wir endlich in unserem Resort an, wo die Ottos schon ganz gespannt kucken und uns erwarten. Puhhh endlich geschafft. Koffer ins Bungalow bringen und dann gehts erstmal ins Pool:

Irgendwie halten wir den Tag noch ganz gut durch und es ist ein entspannter und ruhiger Nachmittag. Mit der Gemeinsamfreileben – Familie verstehen wir uns auf Anhieb gut und wir planen auch direkt die nächsten Schritte und Tage. Roller, Haus zum mieten finden, einkaufen, essen besorgen…. Aber davon dann im nächsten Artikel mehr, denn an diesem Abend fallen wir nur noch todmüde ins Bett 😀

Liebe Grüße

Sissy

 

Noch 3 Tage bis Thailand

Noch 3 Tage bis Thailand

Der Flug ist nun endlich gebucht, das Visum in München geholt, welches zu unserer großen Freude sogar kostenlos war und so langsam aber sicher sind wir am packen. Im Winter ist das Packen für einen Sommerurlaub toll, denn man packt die Dinge ein, die man ohnehin nicht in Gebrauch hat. Für Elena konnte ich sogar noch 2 Kleidchen nähen, was mich sehr gefreut hat. Schon ewig habe ich nicht mehr an der Maschine gesessen und es ging dennoch flott von der Hand.

Wir sind schon ganz aufgeregt und freuen uns auf die gemeinsamfreileben-Familie mit denen wir die nächsten 8 Wochen verbringen wollen. Ganz schön anstrengend war sie, die Suche nach einem gemeinsamen Ziel, denn jetzt zur Hauptsaison war es gar nicht leicht etwas nettes zu finden, was nicht von Touristen überlaufen ist. Jetzt hoffen wir natürlich sehr, dass wir vor Ort dann auch eine schöne Unterkunft finden, für die ersten 3 Tage ist und das nun zumindest gelungen. Endlich wieder reife Südfrüchte, Sonne und Strand, Roller Fahren, das Rauschen des Meeres und darauf die Seelen baumeln lassen. Entschieden haben wir uns für Sam Roi Yot, welches einen tollen Strand und einen ganz tollen Nationalpark haben soll. Heute haben wir schonmal die Reisetagebücher fertig gemacht und die Kinder haben sich mit Altlas und Google auf die Suche nach Informationen gemacht. Leider sind der Papa und Paolo ziemlich angeschlagen, aber ich hoffe bis Freitag sind sie wieder fit.

Bild von Holidaycheck.de

Gepackt wird wieder so minimalistisch wie möglich, das hat sich auf unserer letzten Reise als völlig ausreichend herausgestellt. Normale Handtücher haben wir noch gegen diese praktischen Microfaserteile getauscht, was nochmal ordentlich Platz geschaffen hat. Dafür werden wir diesmal etwas mehr Beschäftigungsmaterial für die Kinder mitnehmen, da wir diesmal die ganze Zeit an einem Ort bleiben wollen, brauchen wir davon glaube ich etwas mehr. Unsere Reiseapotheke ist auch wieder aufgefüllt (vor allem mit Reisetabletten 😉 ) und nun müssen nur noch ein paar Ebooks besorgt werden und die mp3- Player mit neuem Material bestückt werden, aber dazu haben wir ja noch morgen und übermorgen Zeit. Da kommen hoffentlich auch noch dei Flipflops von Jako-o für die Kinder, die eigentlich am 30.01. geliefert werden sollten. Drückt uns mal die Daumen!

Ansonsten sind wir total gelassen, wir fliegen diesmal 2x 6 Stunden und dazwischen 3h Pause, was für mich ideal ist. Wir werden am 04.02. morgens in Bankok landen und dann weiter mit dem Taxi südlich nach Sam Roi Yot. Da unsere Kinder das schon in Vietnam super mitgemacht haben, sind wir auch diesmal guter Dinge, dass es auch diesmal gut funktionieren wird.

 

Liebe Grüße

Sissy

Hallo 2017

Hallo 2017

Lange war es still hier auf dem Blog. Wer uns auf Instagram folgt, weiß vielleicht das ich seit fast 5 Monaten quasi alleinerziehend bin und das erfordert ALLES von mir. Da ich hier absolut keine Hilfe habe, musste ich mir unsere Tage natürlich ziemlich gut einteilen und habe die freien Minuten dann auch wirklich für mich genutzt. Eine schöne Tasse Tee, ein paar Runden stricken oder auch einfach mal wieder lesen. Auch Yoga ist mir dabei zu einem guten Freund geworden auch wenn es mit 2-3 Kindern auf der Matte oft eine Herausforderung war, hilft es mir total. Elena ist jetzt auch schon ein kleiner Yoga-Profi, sie liebt es diese Übungen nachzumachen. Auch wenn sie im Alltag eine ganz entspannte kleine Maus ist, so ist das Schlafen eine Katastrophe. Sie geht realativ spät ins Bett, wird nachts oft wach und braucht auch so ziemlich wenig Schlaf, was mein Schlafdefizit wahrscheinlich erklärt und auch das ich dann oft wahrlich einfach nur zu müde zum Bloggen bin. Als meine Mutti mich fragte was ich mir zu Weihnachten wünsche, viel mir tatsächlich nix anderes ein als SCHLAFEN.

Weihnachten haben wir in diesem Jahr mal etwas anders verbracht als gewöhnlich (hierzu gibt es im Übrigen einen Gastartikel von uns bei einer lieben Freundin, schaut ruhig mal rein). Meine Mutti war mit ihrem Mann hier und wir hatten ein ganz tolles und ruhiges Weihnachten – ganz nach meinem Geschmack. Wir haben zusammen gekocht, gelacht, gespielt, waren spazieren und haben natürlich auch Geschenke ausgepackt. Die Kinder haben sich alle gefreut. Vor allem das neue Siedler und die Schnitzausrüstung fanden sie toll und so werden die Waldspaziergänge gleich wieder um einiges spannender.

Ins neue Jahr sind wir schlafend gestartet und es gibt für mich auch keine guten Vorsätze, dazu habe ich noch nie einen Jahreswechsel gebraucht.  Ein paar Pläne gibt es natürlich dennoch. Sicher ist, wir werden unser Haus verkaufen. Ende Januar werden wir mit einer lieben Familie zusammen reisen und vielleicht entsteht daraus ja sogar eine Art gemeinsames Wohnprojekt. Das wäre auf jeden Fall ein großer Traum oder Wunsch, denn als Freilernerfamilie wäre es wirklich schön auch mal ein paar andere Impulse zu bekommen und ein paar Freundschaften aufbauen zu können. Gemeinsam machen die Dinge oft viel mehr Spaß als allein. Etwas das in den letzten Jahren zwischen Kinder kriegen, studieren und Haus sanieren bei mir völlig zu kurz kam. So bald die Pläne fix und die Flüge gebucht sind, werde ich auf jeden Fall davon berichten. Ich freue mich schon riesig drauf. Vielleicht lassen sich ja auch noch Treffen mit anderen Freilerner- und Reisefamilien arrangieren? Wer Lust dazu hat, kann sich auf jeden Fall gern bei uns melden.

Eine weitere große Baustelle ist die Beziehung mit meinem Mann, dass viele Auswärts Arbeiten, schlechte Kommunikation (trotz Wissen wie es besser geht) und natürlich die Herausforderungen des Alltages haben ihre Spuren hinterlassen. Eigentlich war und bin ich soweit zu sagen, dass ich nicht mehr will, denn meinen Weg alleine zu gehen bin ich eigentlich gewöhnt, aber ist das wirklich der richtige Weg? Ist das Aufgeben und Weglaufen oder doch die Chance auf  ein Leben, dass meinen Bedürfnissen näher kommt? Ich habe in letzter Zeit so viel dazu gelesen und auch mit anderen Menschen darüber gesprochen, weil mein Mann auf keinen Fall die Trennung will und bin mir nun absolut nicht mehr sicher was richtig ist. Auf jeden Fall müssen wir endlich eine Entscheidung wie und ob es für uns weitergeht.  Lange habe ich überlegt ob ich das hier überhaupt schreibe, aber es gehört wie all die schönen Dinge nunmal auch zu uns und soll daher auch einen Raum bekommen, wenn auch nicht mit Details.

Etwas das ich im Dezember für mich entdeckt habe ist das Bullet Journal und ich bin gespannt ob und wie mich das wirklich durchs Jahr begleiten kann. Auf jeden Fall liebe ich es zu malen und etwas zu gestalten und dazu bietet diese Art Kalender jede Menge Raum. Auch das Abhaken von To-Do- Listen motiviert mich immer total und mit den verschiedenen Arten (Tracker genannt) Gewohnheiten festzuhalten oder die Erreichung neuer zu überwachen haben mich überzeugt, dass mal auszuprobieren. Auch die Möglichkeit eine Art Tagebuch daraus zu machen um schöne Gegebenheiten festzuhalten finde ich toll.  Vielleicht zeige euch hin und wieder mal ein paar Seiten daraus, wenn ihr Interesse daran habt.

Zum Glück hat es seit gestern Nachmittag ordentlich geschneit, so dass die Kinder draußen den Schnee genießen und ich es tatsächlich geschafft habe, mal wieder einen Artikel zu schreiben. Auch wenn es nur ein kleiner Artikel ist, so ist es doch ein Anfang. Vielleicht schaffe ich es ja wieder regelmäßiger zu posten, vielleicht versuche ich aus auch mal mit Youtube? Ich bin mir noch nicht sicher wohin die Reise gehen wird.

 

Liebe Grüße

Sissy

Unser Leben ohne Schule/ Kindergarten

Unser Leben ohne Schule/ Kindergarten

Leben im Hier und Jetzt.

Hört sich irgendwie einfach an, ist es aber gar nicht. Zumindest kam mir das bis vor einiger Zeit noch so vor, als wir gestresst und völlig fremdbestimmt durch die Woche hasteten und irgendwie immer auf das viel zu kurze Wochenende warteten. Seit die Kinder nicht mehr in die Schule gehen und auch keinen Kindergarten mehr besuchen ist das Leben im Hier und Jetzt gar nicht mehr so schwer. Gerade auch in der Großfamilie in der so so viele Bedürfnisse aufeinandertreffen, lässt sich alles jetzt viel leichter machen und den Bedürfnissen viel leichter gerecht werden, weil wir nicht mehr so viel auf später verschieben müssen. Es gibt jetzt so viele Momente in denen ich einfach nur geniesen kann und weder an gestern noch an morgen denken muss. Slow Family -so heißt das Zauberwort oder auch Entschleunigung des Alltags- genau das ist es was wir jetzt leben. Es ist neulich auch ein Buch dazu erschienen. Eine Freundin meinte, ich bräucht das zwar nicht mehr, aber vielleicht ist es ja für jemanden von euch eine Anregung, denn ich habe im Freundeskreis nur positive Rückmeldungen dazu bekommen und wenn ich nicht schon so viele Bücher hätte, würde ich es mir auch noch kaufen: Slow-Family

Selbstbestimmtes Schlafen

Das selbstbestimmte Schlafen funktioniert bei uns auch super. Die Kinder sind seither ausgeglichener als früher, als ich sie immer viel zu früh aus dem Bett scheuchen musste. Auch ich bin ja eher keine Frühaufstehen und mir tut diese Stunde mehr Schlaf am Morgen richtig gut und ich gehe so viel entspannter durch den Tag. Oft höre ich Zweifel oder Sätze wie „meine Kinder würden nie freiwillig ins Bett gehen“. Ist das wirklich so? Ich kann nur für uns sprechen und sagen: Jedes Kind wird einmal müde und wenn das Bett ein Ort ist wo es sich wohlfühlt, dann wird es auch gern dahin gehen zum schlafen. Meine 3 großen Kinder gehen ganz selbstständig, bei den mittleren 2 Jungs (5 und 7) frage ich ob sie nicht müde sind und das wird dann mit Ja beantwortet und dann bringe ich sie ins Bett. Sie würden auch ganz allein gehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht das es mit der Frage einfach besser klappt. Elena geht witzigerweise auch allein. Sie nimmt dann immer meine Hand und sagt DEI DEI und möchte, dass ich sie dann hoch ins Bett bringe. Meistens sind alle dann zwischen 21-21:30 im Bett und schlafen dann bis 8:00 Uhr.

Gemeinsamkeit

Auch die Hausarbeit erledigt sich ziemlich gut, eigentlich noch viel besser als vorher. Hatte ich sonst am Vormittag nur das kleinste Mädchen zu Hause, die dann natürlich nur auf mich fokussiert war, bin ich nicht wirklich zu viel gekommen.  Jetzt hat sie große Freude daran den Geschwistern zuzuschaun und so kann ich ganz bequem immer mal etwas erledigen. Durch die vielen Fahrten die wegfallen, können wir uns einfach viel mehr Zeit für alles nehmen und auch die Konkurrenz unter den Kindern hat deutlich abgenommen. Auch am gemeinsamen Kochen haben die Kinder großen Spaß und helfen gerne mit. Gerade auch der Große möchte mittlerweile sogar ab und zu schon allein kochen und das macht er richtig gut. Direkte Pflichten oder Aufgabenpläne gibt es bei uns auch nicht. Es findet sich eigentlich immer jemand der mir hier und da zur Hand geht.

Vertrauen

Ich bin wirklich sehr glücklich, wenn ich sehe wie die Kinder wieder richtig aufblühen und ihr eigenen Träume und Ideen verfolgen. Wie sie wieder stundenlang spielen und völlig in einer Tätigkeit aufgehen können. Auch der große Sohn ist ein völlig anderer (oder besser gesagt wieder er selber) geworden. Waren da vor einem Jahr noch ganz viel Wut, Verzweiflung und Angst, dann sehe ich jetzt wieder ein Kind was mit sich im Reinen ist…allerdings nach wie vor mit strikter Ablehnung gegen das schulische Lernen. Während die anderen Kinder ihre Schulbücher immer mal zur Hand nehmen um darin etwas zu machen, würde Leonardo das nicht im Traum einfallen. Allerdings nutzt er mittlerweile das Internet um Themen nachzuforschen die ihn interessieren. Auch You Tube Viedeos konnten ihm die Freunde an Mathematik in Ansätzen wieder nahe bringen. Aber hier ist noch ganz viel Geduld notwendig, aber die ersten Schritte sind gemacht und diese absolute Verweigerung löst sich langsam auf. Sobald manche Dinge für ihn wichtig werden, bin ich mir sicher das er auch einen Zugang  finden wird. Es zeigt sich auch hier, dass unser Vertrauen in die Kinder das größte Geschenk ist was wir ihnen machen können. Sie gehen ihren Weg und wir werden sie dabei begleiten.

Raus in die Natur

Auch dafür haben wir wieder viel mehr Zeit und wir verbringen wirklich viel Zeit im Wald oder auch am Inn, da werden dann Burgen und Höhlen gebaut, Tannzapfen oder Moos gesammelt, im Bach geplanscht, Pilze gesucht, Picknick gemacht, Tee aus Thermoskannen getrunken. Egal wie schlecht die Stimmung manchmal ist, nach einem Besuch draußen sind alle wieder geerdet und zufrieden. Auch Elena stapft wirklich gern über den weichen Waldboden und wer braucht schon Kinder oder Kleinkindturnen? Im Wald kann man seine Motorik auch ganz wunderbar trainieren. Es ist immer ganz wunderbar die kleine Maus zu beobachten wie sie den Großen nacheineifert und wie selbstbewusst sie über Äste und Baumstümpfe klettert. Ihr Körperbewusstsein erstaunt mich immer wieder und es ist schön die Kinder einfach Kinder sein zu lassen. In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche. Wir bekommen morgen Besuch von der Oma und da stehen dann einige Sachen auf dem Plan.

Liebe Grüße

Sissy

Wie ich zum Langzeitstillen kam…

Wie ich zum Langzeitstillen kam…

Nach bereits 5 Kindern blickte ich auf 5 wundervolle Stillgeschichten zurück. Nicht einmal hatte ich in all den Stilljahren eine Brustentzündung oder Ähnliches. Auch Stillprobleme kenne ich nicht. Bei uns hat das quasi immer vom ersten Tag super funktioniert. Sicher gab es in den Wachstumsphasen immer mal auch harte Zeiten in denen sich der Milchbedarf erst einmal wieder anpassen musste, aber auch die haben wir immer gut gemeistert. Mit viel Stilltee und noch mehr Geduld haben wir durchgehalten und uns nicht vom Umfeld verunsichern lassen.

Etwas schwieriger wurde es mit dem Nicht-verunsichern-lassen dann als die Kinder eben nicht wie üblich mit 6 Monaten anfingen zu essen. Aber auch da haben wir gelernt einfach kein großes Aufheben drumherum zu machen und es beim Kinderarzt einfach nicht anzusprechen. Wir haben also 9-10 Monate voll gestillt, bis die Kinder wirklich von ganz allein anfingen zu essen. Wir haben dabei auch keinen Brei gefüttert, sondern immer stückiges Essen angeboten, so dass die Kinder sich selbst die Welt des Essens mit allen Sinnen erschließen konnten. Angefangen hat das meist mit Apfel und Gurkenstücken und gedünstetem Gemüse wie Karotte, Brokkoli und Kartoffeln. Auch Nudeln standen immer Hoch im Kurs.  Zum Trinken gab es weiter Muttermilch, so dass wir tatsächlich nie eine Flasche hatten, sondern dann direkt mit 13 Monaten auf Becher oder Gläser umgestiegen sind.  Damit begann dann auch immer das Abstillen, welches von den Kindern ausging. So haben sich eigentlich alle zwischen 14-16 Monaten komplett abgestillt. Ich fand das ehrlich immer eine sehr angenehmen Zeitpunkt und war dann auch ehrlich froh meinen Körper wieder für mich zu haben. Zum Thema Langzeitstillen war ich bisher weder positiv noch negativ eingestellt, hätte mir das aber für uns eigentlich nicht wirklich vorstellen können…

Doch dann kam Elena…

Elena war auch wieder ein ganz umkompliziertes Stillkind. Leider hatte ich bei ihr trotzdem kurz nach der Geburt einen heftigen Milchstau und das gepaart mit Nachwehen war wirklich fast unerträglich (Jede Mehrfach-Mutti weiß wovon ich spreche;) ) Aber mit guter Kühlung und Homöopathie haben wir das schnell wieder hinbekommen. Das erste halbe Jahr lief super und Elena hat nachts ganz toll geschlafen. Mit 6 Monaten wandelte sich das von heute auf Morgen und  wir stillen seither 5-6 Mal JEDE Nacht. Das zehrt mittlerweile ganz schön. Auch bei Elena haben wir nach dem alle Breireifezeichen vorhanden waren, immer wieder Fingerfood angeboten, doch trotz großem Interesse hat sie nie wirklich begonnen zu essen. Immer mal wieder sehr kleine Mengen ja, aber noch heute sind wir von einer ersetzen Mahlzeit weit entfernt. Das Einzige was wirklich geht ist Obst, am liebsten Beeren. In aller Sorge haben wir natürlich dann auch mal Brei probiert, doch auch der interessiert sie nicht wirklich.

In Vietnam hat Elena sich dann auch noch von ihrem Schnuller verabschiedet, was heißt, dass sie nicht mal mehr zur Beruhigung etwas anderes nimmt also die Brust. Das heißt Einschlafen und Beruhigung gehen nur noch mit Mama. Zu Hause ist das ja noch weitestgehend in Ordnung, in der Praxis außerhalb der eigenen 4 Wände ist da mittlerweile echte Taktik nötig. Denn wenn Elena trinken will, dann bitte auch sofort. Ihre Frustrationstoleranz um eventuell einen Einkauf fertig zu bekommen ist da gleich NULL. Und immer und überall stillbereit zu sein kann ganz schön herausfordernd sein, vor allem wenn man noch mit ein paar mehr Kindern unterwegs ist. Zum Glück hilft mittlerweile auch manchmal noch ein Quetschi für ein paar Minuten Ablenkung, das ist nun immer mein Begleiter 😉

Oft werde ich gefragt warum ich mir das antue und ob ich nicht endlich mal durchgreifen will indem ich ihr die Brust einfach verweigere und sie damit zum Essen zwinge. NEIN das werde ich nicht tun. Elena geht es gut und sie entwickelt sich super. Sie wächst und nimmt zu, so dass ich vom Körperlichen bei ihr keine Notwendigkeit sofort was unternehmen zu müssen und ich zwingen an sich schonmal gar nicht gut finde. Ich habe selber viele Jahre an einer Essstörung gelitten und das möchte ich meinen Kindern möglichst ersparen. Ihr Saugbedürfnis scheint einfach noch ziemlich groß zu sein und dieses zu erfüllen bis es für sie abgeschlossen ist, ist mir einfach wichtig. Ich möchte ihr das Gefühl nicht aberziehen, zu wissen was gut für sie ist und ihr Vertrauen in mich zerstören.

Das Stillen auch über das erste Jahr hinaus sinnvoll ist, ist ja kein Geheimnnis und wird sogar durch die WHO bestätigt. Ich werde meiner kleinen Prinzessin also das Vertrauen schenken und weiterstillen und ich bin gespannt wie lang es diesmal dauern wird.  Ich gebe zu, Stillen war und ist für wichtig, aber auch wenn ich viele Momente davon genieße, bin ich dennoch ehrlich, dass es auch Zeitpunkte gibt in denen ich es nicht so toll finde. Ich stelle auch immer wieder fest, das man immer komischer angeschaut wird, wenn man in der Öffentlichkeit größere Kinder stillt. Nun bin ich nach 6 Kindern zwar relativ abgehärtet, aber dennoch empfinde ich das Stillen eher als etwas Intimes was ich an sich lieber nicht in der Öffentlichkeit mache. Natürlich muss Elena nicht hungern und was muss, dass muss natürlich, aber mögen muss man es ja dennoch nicht.

Liebe Grüße

Sissy

Liebster Award 11 Fragen -11 Antworten

Liebster Award 11 Fragen -11 Antworten

Ich wurde von der lieben Jenny von http://berggeschwister.de eingeladen an diesem Award teilzunehmen. Vielen Dank das du dabei an uns gedacht hast, das freut mich sehr. Hier meine 11 Antorten:

1.Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich bin vor einigen Jahren über das Nähen zum bloggen gekommen. Der Austausch und die vielen Tipps und Inspirationen die es in den vielen Blogs gab, haben mich dann letztlich auch dazu motiviert einen eigenen Blog zu starten. Irgendwann blieb für das nähen immer weniger Zeit und so hat sich mein Blog irgendwann zum Familienblog entwickelt.

2.Was fällt dir beim bloggen am schwersten?

Ehrlich gesagt ist es einfach nur Zeit zu finden in der ich den Kopf und auch die nötigen Minuten frei habe um meine Ideen und Artikel umzusetzen. Meine Minimädchen braucht mich eigentlich IMMER. Momentan geht einfach nix ohne Mama und wenn ich dann abends halb 10 Feierabend habe, dann hole ich selten noch den Laptop heraus.

3.Vermisst du etwas aus der kinderfreien Zeit?

Am meisten vermisse ich einfach mal richtig Zeit für etwas zu haben. Bei mir läuft ja das meiste irgendwie nebenbei. Auch Zeit um zu lesen oder einfach mal einen Sport zu machen wären klasse.  Exklusive Zeit mit dem Liebsten wäre mal ganz schön, die man denn eben mal in einem netten Cafe oder mal außer Haus verbringen kann.

4.Was ist deine größte „Erkenntnis“ seit du Kinder hast?

Das Größte und Wichtigste was wir unseren Kindern mitgeben können ist Ihnen Vetrauen in ihre Fähigkeiten zu schenken. Die so anzunehmen wie sie sind und sie enfach nur zu begleiten anstatt sie nach unseren Wünschen zu formen. Auch achtsam mit sich selber sein ist ein ganz wichtiges Thema, denn nur so kann ich als Mama 100% geben. Wir leben ja bedürfnisorientiert und ich habe gelernt wie wichtig es ist, diese Bedürfnisse von Kindern ernstzunehmen und auch zu erfüllen, denn nur so können sie Vertrauen in sich selber entwickeln.

5.Wie wichtig sind euch und euren Kindern Rituale?

Rituale sind bei uns nicht ganz so wichtig und eigentlich passen wir unsere Abläufe meistens flexibel an die Bedürfnisse an. Wichtig sind uns aber das gemeinsame Essen und kochen, die Sonntags-Pizza, das Vorlesen am Abend und Mittags gönnen wir uns nach Möglichkeit eine kleine Pause. Rituell geht es bei uns nur an Weihnachten und den Geburtstagen zu und da genießen wir das dann auch so richtig.

6.Was möchtest du noch erreichen in deinem Leben?

Die beiden größten Dinge die ich immer erreichen wollte waren eine große Familie zu haben und ein Studium zu absolvieren und beides habe ich auch geschafft, was mich mit unheimlich großer Dankbarkeit erfüllt. Für die Zukunft möchte ich gern so frei und unabhängig wie möglich leben. Die ersten Schritte in diese Richtung sind wir ja bereits gegangen. Ganz wichtig ist für mich auch meine Kinder auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen die Wurzeln geben, die sie dafür brauchen. Das sie einfach sie selber sein können mit ihren eigenen Ideen und Gedanken und nicht durch unser System in eine Schiene gepresst werden müssen.

Außerdem reise ich total gern und lerne fremde Länder und Kulturen kennen. Daher möchte ich noch ganz viel von der Welt sehen.

7.Gibt es etwas, dass du immer schon tun wolltest, dich aber bisher nicht getraut hast?

Fallschirmspringen.

8.Wie verbringst du oder ihr den Abend, wenn die Kinder im Bett sind?

Da wir ja keinen Tv haben verbringen wir unsere Abend immer ganz unterschiedlich. Mal hören wir Hörbuch, oder wir lesen gemeinsam ein Buch oder sitzen im Sommer draußen an unserer Feuerstelle und schmieden Pläne für die Zukunft. Wenn ich allein bin stricke ich meisten oder lese mich durch einige Blogs. Hin und wieder schaun wir uns auch gemeinsam einen Film an.

9.Was lässt deinen Geduldsfaden reißen?

Mich bringt eigentlich nix mehr aus der Ruhe. Im Zweifel atme ich kurz durch, überlege kurz und handel dann erst.

10.Was würdest du werdenden Eltern mit auf den Weg geben?

Du kannst deine Kinder nicht verwöhnen. Gib ihnen alle Liebe die du hast und höre auch dein Bauchgefühl. Es ist unheimlich wichtig auf die Bedürfnisse von kleinen Kindern einzugehen und diese auch zu befriedigen, denn nur so können sie ein Grundvertrauen in sich und die Welt gewinnen und eine Bindung aufbauen. Das sind absolue Grundvoraussetzungen für das Selbstvertrauen. Dazu habe ich auch noch 3 Buchempfehlungen. Ganz wichtig war in meinem Alltag auch immer eine Tragehilfe/Tragetuch, das hat uns das Leben eigentlich jeden Tag erleichtert. Also bevor man in die 100. Spieluhr oder eine elektrische Babywippe investiert, dann würde ich euch empfehlen lieber eine Trageberatung zu machen.

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11.Wer ist deine größte Inspiration?

Ich habe nicht DIE Inspiration. Meine Kinder stehen aber dabei wohl an großer Stelle, denn vieles kam und kommt durch sie. Viele Anregungen und neue Ideen kommen auch von diversen Blogs die ich lese oder aus einigen FB Gruppen oder Gesprächen mit Gleichgesinnten.  Themen für uns sind dabei das Freie Lernen, Freies Leben, Nachhaltigkeit, das bedürfnisorientierte/unerzogene Elternsein und die vegane Ernährung.

Meine 11 Fragen sind:

  1. Inwiefern bereichert das Bloggen dein Leben?
  2. Was bedeutet dein Bloggername und wie bist du darauf gekommen?
  3. Wie würde dich deine beste Freundin in 2-3 Sätzen beschreiben?
  4. Gibt es ein Buch welches dein Leben in irgendeiner Form beeinflusst hat? Wenn ja welches?
  5. Was sind die größten Herausforderungen in einem Leben mit Kindern für dich?
  6. Was würdest du in deinem Leben ändern, wenn du könntest?
  7. Was tust du am liebsten in deiner kinderfreien Zeit?
  8. Welche Überlebensstrategien hast du für schwierige Zeiten?
  9. Worüber kannst du dich so richtig aufregen?
  10. Welcher Erinnerungen hast du an deine Schulzeit?
  11. Welchen großen Traum willst du dir unbedingt noch erfüllen?

Ich nominiere: Alicja von http://wiktoriaslife.com

Alexandra von http://regesleben.blogspot.com

Claudia von http://Abenteuerhausundkind.wordpress.com

Mandy von http://gemeinsamfreileben.de

Falls noch jemand Lust hat mitzumachen, darf er das natürlich!

 

Hier nochmal der „Leitfaden“:

  1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat, in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Blog Award.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.
  6. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster-Award Blog Artikel.

Vietnam Ben En Nationalpark

Vietnam Ben En Nationalpark

Wir haben heute einen Ausflug in den Ben En  Nationalpark gemacht. Dazu sind wir erstmal ca 1,5h Stunden mit dem Taxi unterwegs gewesen bis sich uns dieses tolle Bild bot. Richtig richtig schön war es dort. Die laue Brise tat bei den Temperaturen richtig gut und es lies sich gut aushalten. Elena hatte im Taxi geschlafen und war zum Glück guter Dinge. Auch die anderen Kinder waren gut drauf, womit solche Unternehmungen ja immer steigen oder fallen.DSC03971

Gleich am Eingang gab es ein kleines Naturkundemuseum, welches aber nur ein etwas größerer Raum war. Es war von den Präparaten auch ziemlich schlecht, dafür musste man allerdings auch keinen Eintritt bezahlen. Die Kinder und vor allem Elena fanden es dennoch toll.

                                      DSC03977 DSC03972

Danach konnten wir zwischen 2 Varianten wählen, entweder eine Rundfahrt (17€) oder eine Fahrt auf eine der Inseln (15€) auf der wir dann allein bleiben konnten und wir per Anruf wieder abgeholt wurden. Wir haben uns für die 2. Variante entschieden, denn nur auf dem Boot sitzen war uns nix. Es war spannend einmal über so eine tolle Insel zu laufen, aber auch ganz schön abenteuerlich. Der Rundwag war zwischen 3,8 und 5km lang, genau kann ich es nicht sagen, denn wir bekamen verschiedene Informationen. Und was solche Angaben angeht, da muss man bei den Vietnamesen immer vorsichtig sein. 4Stunden sind wir über die Insel und durch den Dschungel gewandert und es war ein wundervolles Erlebnis. Wir haben riesige Spinnen, meterhohen Bambus und wunderschöne Schmetterlinge gesehen. Baden wurde uns leider untersagt, dabei war das Wasser soo schön warm. Unser Taxifahrer hat uns begleitet, war dann aber mittendrin auf einmal verschwunden, wir haben dann auf ihn gewartet und er war derweil mit irgendeinem Boot wieder zurückgefahren, was uns dann der Mann vom Boot mitteilte als wir ihn anriefen uns zu holen. Reden konnten wir nicht mit ihm, denn Englisch sprach er nicht. Das war dann mittendrin nicht ganz so witzig, aber es hat uns noch ein paar ruhige Momente des Geniesens verschafft. Leider gab es diesmal überhaupt keine Möglichkeit was zu Essen und wir hatten nix dabei, weil es hier wirklich an jeder Ecke eigentlich etwas gibt. Das Gute daran war allerdings, dass der ganze Park und auch die Insel fast menschenleer waren. Keine Touristen und nur eine handvoll Angestellte. Daher blieb uns diesmal das ewige „Wir-wollen-ein-Foto-mit-euch“ erspart.
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DSC03978         Auf dem Bild sieht die    Spinne gar nicht so groß aus,

in Wirklichkeit ist sie so große wie eine Erwachsenenhand.DSC04012DSC03984

DSC03992Auf dem Boot war es richtig schön, die tolle Landschaft und diese laue Wind. Ich bin ja tatsächlich jemand der eher grün vom Bootfahren wird, aber diesmal überhaupt nicht. Auf der Insel hätte man auch ein kleines Lagerfeuer machen können und sich sogar ein kleines Häuschen mieten für eine Übernachtung. Das wäre sicher nochmal spannender gewesen, aber für 6 Kinder waren die Häuschen nicht ausgelegt. Leider waren diese auch nicht mehr im tollsten Zustand, aber nunja. Für uns hieß es dann wieder mit dem Boot zurück und auch so nehmen wir ganz tolle Eindrücke mit. Auch die Taxifahrt nach Hause war wieder ein Erlebnis für sich. Der Verkehr und die Fahrweise hier sind immer wieder strange. Besondere Highlights diesmal : 2 Erwachene auf einem Moped + Boobycar + Fahrrad und das Zweite war ein Moped mit einem Stahlgestellanhänger auf dem ein Bett drauf gespannt war 😀

Liebe Grüße

Sissy

Darf man heute noch Hausfrau sein?

Darf man heute noch Hausfrau sein?

Diese Frage stellt die liebe Sonja in ihrer Blogparadeund hier gibt es meinen Beitrag dazu:

Als Mutter von 6 Kindern und Hausfrau kann ich nur berichten, dass ich eher weniger Probleme damit habe schief angeschaut zu werden, wenn ich sage, dass ich nur Hausfrau bin. Lange Zeit war ich nebenbei ja auch noch Studentin und das rief dann eher Erstaunen hervor, da mein Mann oft außer Haus ist und ich auch keine Familie in der Nähe habe.  Mit 6 Kindern und dem kleinsten Kind, dass gerade 1 Jahr ist, scheint das also  in Ordnung zu sein keiner Tätigkeit nachzugehen.

Prinzipiell habe ich die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich egal ist, was und wie du es machst, es wird immer genügend Menschen und auch andere Mütter geben, die deinen Weg kritisieren. Also kannst du nur verlieren, oder auch gewinnen, wenn du dich einfach frei machst von den Meinungen der anderen und hinter dem stehst was du möchtest.

Nun bin ich persönlich dennoch der Meinung, dass eine Mama die ersten Jahre auf jeden Fall zu ihrem Kind gehört und finde die Entwicklungen, dass immer mehr Mütter immer früher ihre Kinder fremdbetreuen lassen eher weniger gut. Die ersten Jahre sind einfach enorm wichtig für die spätere Entwicklung und eine gesunde Bindung und eine Kinderkrippe kann den Bedürfnissen eines Kleinkindes bis auf wenige Ausnahmen nicht gerecht werden. Aus Sicht meines Studiums habe ich gelernt, das die frühe Fremdbetreuung zwar nicht zwangsläufig schadet, sie aber wohl das Risiko für psyschiche Schäden erhöht. Dies gilt natürlich nicht für qualitativ hochwertige Betreuung, die eine Bindung ermöglicht. Es gibt aber keinen Beleg dafür, dass Kleinkinder unter 3 Jahren von einem Krippenbesuch profitieren. Klar unsere Gesellschaft und der Staat wollen uns Frauen lieber im Job sehen, so können die Kinder schnell nach ihrem Vorbild und systemdienlich erzogen werden und wir Frauen bringen mehr Steuern und haben weniger Zeit das System zu hinterfragen. Aber tut das denn Müttern und den Kindern wirklich gut? Ich finde nicht. Ich habe die letzten 11 Jahre zu Hause verbracht – als Mutter und als (Fern-)Studentin – und ich würde es wieder so machen.

Ist man als Hausfrau weniger wert?

„Du bist nur Hausfrau und lässt dich von deinem Mann finanzieren?“ wer kennt diese oder ähnliche degradierend anmutende Fragen nicht im Zusammenhang mit der Frage um das Hausfrauendasein? In unserem Fall verdient der Papa das Familieneinkommen, aber ich bin deswegen nicht weniger wert und ich fühle mich auch nicht „ausgehalten“, denn ich verfüge über UNSER Geld genau so wie er. Schließlich halte ich ihm für seine Karriere den Rücken frei und würde ich darauf bestehen auch zu arbeiten, dann müsste er ordentlich zurückstecken. Wir haben uns also auf dieses Modell geeinigt, weil wir BEIDE wollen, dass unsere Kinder zu Hause immer einen Ansprechpartner haben. Und da ich nun mal stille, ist der Part zu Hause der meine. Und der ist sicher nicht leichter als der meines Mannes. Für ihn gibt es Feierabend, Urlaub, Krankenschein, freie Tage – für mich gibt es nichts dergleichen. Jede Mutter weis, ein Kind ist ein 24h Job und mit 6 Kindern wäre er auch ein 30h Job, wenn der Tag 30 h hätte. Kochen, Putzen, Waschen, Einaufen, Rasenmähen, Unkraut jähten, Kuchen für Basare backen, Taxifahrten…..eine endlose Liste an Dingen die täglich erledigt werden wollen, neben der eigentlichen Betreuung der Kinder sind in meinen Augen nicht weniger wert. Einer arbeitet – einer bleibt zu Hause ist ein Modell auf das man sich als Paar geeinigt hat und beide tragen alle damit verbundenen Vor- und Nachteile gemeinsam. Mit fauler Hausmutti hat das rein gar nichts zu tun.

Bin ich glücklich als Hausfrau?

Diese Frage ist für mich persönlich schwierig. Manchmal fehlt mir ein wenig Raum für mich. Ein Anspruch der ein Job mit sich bringt, mal eine andere Herausforderung als immer „nur“ Kinder. Als ich für mein Studium allerdings ein Prakikum machte und Vollzeit aus dem Haus war, wurde mir schnell klar, das geht gar nicht. So habe ich mich mit meiner Rolle zu Hause zu hause noch mehr angefreundet. Ich weis einfach das es so besser läuft und bin gerne bereit noch ein paar Jahre so weiter zu machen und meine berufliche Selbstverwirklichung hinten an zu stellen zum Wohle meiner Kinder. Schließlich gibt es soviele tolle Momente in meinem Leben, so viel Liebe von den Kindern und ich bin einfach bei allem nah dabei und sehe wie gut das den Kindern tut.  Hätte ich eine Oma oder eine tolle Babysittern zur Verfügung würde ich auch gern mal en paar Stunden die Woche drauf zurückgreifen – das gebe ich zu. Halbtags arbeiten oder von zu Hause aus ist auf jeden Fall ein Ziel das ich gern verwirklichen möchte.

Wenn der Mann mich verlässt….

davor und der damit einhergehenden finanziellen Situation haben viele Angst. Ich allerdings weniger, weil ich tatsächlich nicht davon ausgehe. Mir bleiben dann  immerhin das Haus, mein Auto und mein Studienabschluss. Derzeit bin ich noch in Karenz und für den Fall der Fälle muss dann eine Lösung her und ich bin sicher, dass sich die dann auch finden lässt – und dann vermutlich auch nicht mehr als Hausfrau. Ich gehe eher positiv an die Sachen und stecke nicht den Kopf schon vorher in den Sand. Und mein Kind mit 1 Jahr in eine Krippe stecken – nur weil mein Mann mich vielleicht verlassen könnte? So möchte ich mein/unser Leben nicht planen. Langfristig zu planen ist heute sowieso nur noch bedingt möglich, ob ich mal Rente bekomme ist auch mehr als fraglich – daher versuchen wir immer aus der aktuellen Situation das Beste zu machen und auch im Moment zu leben.

Ich weiß, dass wir priviligiert sind uns zu entscheiden wie wir das mit dem Arbeiten und Daheimbleiben arrangieren wollen und auch das diese Freiheit nicht jeder Familie offensteht. Für den Fall der Trennung sollte auch dringend der Staat etwas für die Alleinerziehenden tun, denn für sie ist die Situation wirklich oft sehr bescheiden. Hier gehört dringend eine Steuerentlastung her und wie ich finde sollten auch die Unterhaltspflichtigen stärker in die Pflicht genommen werden und der Unterhalt gehört bezahlt. Das es hier soo viele Schlupflöcher gibt, finde ich unverantwortlich und ein Problem das dringend geregelt gehört. Solche Überlegungen finde ich viel sinnvoller als immer frühere und längere Fremdbetreuung oder die Degradierung der Hausfrauen.

Also das Hausfrauendasein hat für mich in jedem Fall eine Berechtigung! Kinder großzuziehen ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft und jede Frau die sich dieser Aufgabe voll und ganz widmen will, verdient  Respekt und Anerkennung. Vielleicht sollten wir schon beim Namen anfangen und den negativ besetzten Begriff durch einen neuen ersetzen, mit Familienmanagerin zum Beispiel, trifft den Aufgabenpool doch viel besser. (beim Hausmeister hat das ja auch geklappt 😉 )Am Ende muss und sollte auch jede Frau/Familie die Wahl haben wie sie leben will.

 Liebe Grüße

Sissy

Leben ohne Schule

Leben ohne Schule

Für uns seit ein paar Tagen Realität. Letzten Freitag kam die letzte Schulabmeldung vom Schulamt und wir sind zumindest für das Laufenden Schuljahr befreit. Wie sich das anfühlt? Ganz ganz toll. Wir leben einfach so nach unserem Rhythmus und gehen Dingen nach die uns Spaß machen. Ein Besuch im Wald lehrt uns Biologie, wir schnappen uns ein Buch und suchen und bestimmen Pflanzen. Lernen das selbstbestimmt ist und Freude macht und wenn am Ende noch ein Teil davon im Smoothie landet, dann wird das Ganze so richtig schön lebensnah. Geografie lernen wir gerade über unsere Reisevorbereitungen und ganz nebenbei lernen wir noch wie  so ein Flugzeug eigentlich funktioniert. Toll, oder? Wir lernen eigentlich immer und überall und all die Erfahrungen die wir selber machen, bleiben auch in unseren Erinnerungen, ganz im Gegenteil zu aufgezwungenem Faktenwissen.

Schon lange haderten und überlegten wir, wie wir uns das leidige Thema Schule vom Hals schaffen könnten. Ich habe ich im Studium ja viel mit dem Thema Lernen beschäftigt, ja sogar eine Hausarbeit und eine Abschlussarbeit dazu verfasst. Und wirklich alles was ich da gelernt habe, spricht gegen die Lernmethoden in der Schule. Nun hatten wir schon das Glück eine etwas alternative Schule zu haben, die zumindest mit Wochenplänen und Montessori arbeitet, aber am Ende ist das Kind dann natürlich trotzdem immer gezwungen seine Aufgaben zu erfüllen. Bei Kind 3 war der Abfall an Lernmotivation besonders hoch. Sie war so wissbegierig und konnte schon vor Schulbeginn gut lesen und auch rechnen. Viele Bücher haben wir gelesen, seit 20min Lesen jeden Tag Pflicht geworden sind, hat das Kind kein Buch mehr in die Hand genommen :/ Hausaufgaben sind ein Graus und ohne „Druck“ meinerseits geht da nicht mehr viel und das ist eigentlich etwas das ich gar NICHT will.

Im September letzten Jahres sind wir mit Kind 4 ins Homeschooling gestartet. Wir waren dermaßen begeistert wie schnell Alessandro selbstständig lernte, dass wir uns schnell von dem Gedanken, ich muss ihn jetzt jeden Tag unterrichten befreien konnten. Wir hatten zwar alle Schulhefte besorgt und waren voll motiviert, dass er sie alle asusfüllt, aber auch davon sind wir schnell weggekommen, weil unter dem Zwang ganz schnell die Lernfreude abnahm.

Dennoch waren wir immer in der Zwickmühle, was wir tun sollen, da wir in Österreich ja für eine weitere Bewilligung des Häuslichen Unterrichts eine Prüfung am Ende des Schuljahres meistern müssen. Alessandro war ganz begeistert vom Geld und so haben wir den Zahlenraum der 1. Klasse ganz schnell verlassen und er hat so schnell rechnen können. Das Zuordnen von Mengen zu zahlen war auch ganz schnell erarbeitet. Mathe war also weniger ein Problem. In Deutsch verlor Alessandro aber schneller die Lust, da ihm die Schreibübungen einfach keine Freude machten. 2,5 Hefte haben wir von den 4 Heften die es gibt geschafft. Dann habe ich aufgegeben, vor allem auch meinen Perfektionismus, dass Alessandro bei der Prüfung sehr gut abschließt. Ich bin da wirklich sehr streng erzogen worden und ich muss mich da immer mal wieder gut reflektieren, dass ich da nicht in alte Muster verfalle.

Das Lesen hingegen ist sehr wichtig für ihn und immer wieder übt er einfach so im Alltag oder auch mal mit einem Geschwisterkind. Das ist immer ganz bezaubernd und er hat mich da echt überrascht. Nun liest das Kind flüssig auch ohne das wir nach den Schulheften jeden Buchstaben bearbeitet haben. Ich glaube zum Bestehen wird das Gelernte auf jeden Fall reichen. Wir müssen ja nun durch unsere Vietnamreise erst im September zur Prüfung und vielleicht gewinnt das Schreiben ja unterwegs (vielleicht eine Postkarte an Verwandte;-) ) ja an Bedeutung. In seinem momentanen Alltag ist das Schreiben einfach nicht wirklich wichtig. Aber ich vertraue da ganz auf ihn, er wird uns den Weg schon zeigen.

Ich bin auch ganz gespannt, wie das Lernen weiterhin laufen wird und ob die größeren Kinder irgendein Interesse an Schulstoff zeigen werden. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Liebe Grüße

Sissy

Auf in die letzte Schulwoche

Auf in die letzte Schulwoche

So langsam beginnt unser Abenteuer realer zu werden. Auch wenn es mit dem Job erstmal nicht sofort klappt, werden wir jetzt einfach Vietnam mit dem Rucksack erkunden. Ursprünglich war es ja andersherum geplant, aber ich glaube so passt es eh besser.

Die Schulkinder starten diese Woche in ihre letzte Schulwoche. Die erste Schulbefreiung ist im Briefkasten gewesen und die Kinder freuen sich schon sehr, dass Schule jetzt erstmal Geschichte sein wird. Eigentlich sollten wir diese Woche noch zu Externistenprüfung vom Homeschool-Kind kommen, aber das habe ich verschoben. Noch mehr Termine diese Woche überlebe ich nicht. Es muss noch für 3 Klassen Kuchen gebacken werden, Giuliana hat noch ein letztes Mal Klavierunterricht und auch noch ein Konzert. Paolo Hat noch ein Fußballspiel, wir hatten noch die U-Untersuchung von Elena zu meistern und für die Reise ist auch noch einiges vorzubereiten.

ich habe meine Elternvertreterposten zurückgegeben und die damit bisher bereits geleiste Arbeit für den 4. Klassenabschluss weitergereicht. Alle Abos sind soweit abbestellt (auch meine geliebet Biokiste, die ich echt vermissen werde). Der Tiefkühler leert sich und ich bin dabei die letzen Sachen für die Reiseapotheke zu besorgen. Einige haben mich nach einer Packliste gefragt, die werde ich gern einstellen, wenn ich damit fertig bin. Sobald unsere Rücksäcke eintreffen und ich weiß was ich wirklich alles da reinbekomme 😀 Immernoch sehr unschlüssig bin ich mir bezüglich des Kinderwagens…besonders praktisch finde ich ihn ja, weil man damit auf Ausflügen etc eine Menge Sachen transportieren kann, andererseit ist er bei Zug- und Taxifahrten dann doch wieder ein riesen Klotz am Bein.

Manchmal denke ich schon, dass wir ein klein wenig verrückt sind. 6 Kinder und nur 4 Rucksäcke, wo wir doch sonst mit öhhhm 8 Koffern verreisen?? Aber ich vertraue jetzt einfach mal auf die vielen Posts die ich in anderen Blogs gelesen habe, die mit diesem Minimalismus gut gefahren sind. Und zur Nor gibt es ja auch vor Ort alles zu kaufen.

Liebe Grüße

Sissy